Make-up
Eine Frau schminkt sich mit Make-Up Pinsel
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Die große Pinsel-Parade

Benutzen Sie immer dieselben Pinsel, weil Sie die tollen Einsatzgebiete der verschiedenen Pinseltypen nicht kennen? Die YBPN-Pinselkunde schafft Klarheit!

Spitz, fluffig, mal breit, mal schmal: Zugegeben, die vielen verschiedenen Pinsel-Varianten zu kennen ist eine Kunst für sich! Doch ob Profi oder Newcomer – der richtige Pinsel macht nicht nur den entscheidenden Unterschied beim Gelingen des Make-ups, er sorgt auch für mehr Spaß und Vielfalt beim Schminken.

Buffing Brush: Für die schnelle und natürliche Basis

Vergessen Sie flache Foundationpinsel! Damit wird der Auftrag oft ungleichmäßig und das Make-up eher streifig als natürlich. Mit Buffing Brushes, also runden Pinseln mit leichterer Bindung, ist die Grundierung im Nullkommanichts aufgetragen. Gleichzeitig lässt sich die Grundierung einfacher in die Haut einarbeiten, das Ergebnis wird also besonders natürlich. Tipp: Leicht abgeschrägte Varianten sind perfekt, um präzise entlang der Konturen oder auch um den Nasenbereich herum zu arbeiten.

Duo-Fibre Pinsel: So dezent war Puder noch nie!

Gerade bei Puder ist ein weicher, fluffiger Pinsel unabdinglich, um das Ergebnis nicht wie Schichtarbeit wirken zu lassen. Ein sogenannter „Duo-Fibre“ Brush besteht aus einem Mix aus Synthetik- und Naturhaar sowie unterschiedlich langen Haaren. Damit zaubert sie das ultimative Finish. Für alle, denen es weniger um die Deckkraft als um ein natürliches Ergebnis geht, lässt der Pinsel sich übrigens auch als Foundationpinsel zweckentfremden.

Abgeschrägter Rougepinsel: Schräglage für den natürlichen Auftrag

Setzen Sie für Ihr Puder- und Cremerouge auf einen abgeschrägten Pinsel mit ultrafeinem Haar. Durch die Schräge gleitet der Pinsel nämlich perfekt über die Wangen.  

Fächerpinsel: Mit einem Hauch zum Strahleteint

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wofür der Fächerpinsel eigentlich gut ist? Die Antwort: Für Highlights auf den Wangenknochen! Dank seiner federzarten Härchen haucht er den Schimmer geradezu auf den Teint. Gleichzeitig ist der Fächerpinsel aber auch ideal, um kleine Lidschattenkrümel zu entfernen, die beim Auftragen vom Augenlid gefallen sind.

Konturenpinsel: Contouring leicht gemacht

Wer sich nur einen Hauch Sonne ins Gesicht pinseln will, kann dafür natürlich einen spitz zulaufenden Puderpinsel verwenden. Kontur-Profis setzen zum Modellieren aber auf eine flache, rechteckige Contour-Brush, mit der sich die Gesichtszüge gezielt definieren lassen. Schließlich schmiegt sie sich perfekt in die Partie unter der Wange.

Lidschattenpinsel: Drei Must-haves für das perfekte Augen-Make-up

Für das perfekte Augen-Make-up sollten Sie sich diese drei Lidschattenpinsel unbedingt zulegen: einen flachen, fester gebundenen Lidschattenpinsel, einen abgeschrägten Blender-Brush sowie einen großen Blenderpinsel

Ersterer wird für den Auftrag von Lidschatten auf dem beweglichen Lid verwendet. Die weichen Blenderpinsel schaffen dagegen makellose Übergänge. So ist der abgeschrägte, fester gebundene Lidschattenpinsel ideal, um mit dunkleren Tönen die Lidfalte zu betonen. Ein breiterer Eye Shadow Brush blendet den Lidschatten aus und platziert dezente Highlights unter der Augenbraue. Sie gehen bei Ihrem Augen-Make-up gerne aufs Ganze? Dann gehört ein sogenannter „Smudger“, also ein kurzer, kompakter Pinsel ebenfalls in Ihre Beauty-Bag. Mit ihm lässt sich Lidschatten ideal am unteren Wimpernkranz auftragen und harte Kajal-Linien besänftigen.

Schwamm: Der Alleskönner

Der Beautyblender ist nicht mehr aus der Make-up-Welt wegzudenken. Warum das kleine Schwämmchen so durch die Beauty-Decke ging? Weil er ein echtes Allroundtalent ist! Neben Foundation lassen sich mit ihm nämlich auch andere Cremeprodukte wie Rouge oder Highlighter auftragen. Das spitz zulaufende Ende ist dagegen ideal, um Concealer sanft unterhalb der Augen aufzutupfen oder Rötungen um die Nase zu kaschieren.