Make-up
Professionell geschminktes Model
© Renzo79/Getty Images

Primer und Foundation – das perfekte Make-up-Team!

Für Make-up Artists und Kosmetik-Fans ist ein Make-up ohne Primer undenkbar. Andere fragen sich: Primer? Wozu? YBPN weiß, was der Schritt zwischen Pflege und Foundation kann.

Primer – das sind häufig creme- oder gelartige Formulierungen, basierend auf Silikonen, die sich wie ein Film auf die Haut legen, ohne sie am Atmen zu hindern. Die Foundation lässt sich gleichmäßiger auftragen und leichter verteilen, sobald ein Primer den Teint geglättet hat.

Primer wirken wie ein Magnet, der die Foundation lange auf dem Teint festhält und verhindert, dass sie zu schnell von der Haut absorbiert wird. Gleichzeitig wird die Haut optisch geglättet: Wie ein Schleier legt sich das Silikon über zu große Poren und feine Linien und blendet diese sanft aus.

Die unterschiedlich konzipierten Primer bieten verschiedene Effekte. Wenn ein Primer optimal auf den Hautzustand abgestimmt ist und mit der Foundation harmoniert, damit es beim Auftragen nicht zu Krümeln oder Unebenheiten kommt, kann dieses Make-up-Tool Wunder wirken.

Auch die Pflege, mit der die Haut auf das Make-up vorbereitet wird, sollte darauf abgestimmt sein, dass mehrere Produktschichten folgen. Daher sollte sie nicht allzu reichhaltig sein.

Eine junge, unkomplizierte Haut kommt mit einer leichten Pflege oder sogar mit einem Serum aus, wenn Primer und Foundation ausreichend Feuchtigkeit spenden und schützen. Wer Anti-Aging-Wirkstoffe zum Einsatz kommen lässt, sollte die Pflege etwas sparsamer auftragen und gut einziehen lassen, bevor Primer und Foundation zum Einsatz kommen.

YBPN weiß, welche Hautprobleme Primer und Foundation in Teamwork optisch ausblenden können, und welche Make-up-Effekte sich erzielen lassen, wenn beide optimal auf das Hautbedürfnis abgestimmt sind.

Die richtige Basis für jedes Hautproblem

Der Primer wird nach der Pflege entweder partiell auf die Haut gegeben, um Unreinheiten, Rötungen, Augenschatten oder Unregelmäßigkeiten des Teints auszugleichen – oder er wird auf das ganze Gesicht aufgetragen, um den Teint insgesamt zu ebnen, die Haut zu mattieren und sie gleichzeitig zum Strahlen zu bringen. Ja – das ist möglich! 

Neben Silikonen enthalten manche Primer auch Pigmente, mit denen sich der natürliche Hautton korrigieren lässt: Grün neutralisiert Rötungen, Rosé-Nuancen geben dem Teint Frische, Schimmerpartikel lassen ihn leuchten.

Unreine Haut

Wer Probleme mit Pickelchen und Mitessern hat, sollte zunächst herausfinden, warum das so ist, und bei der Wahl des Primers und der Foundation vom eigentlichen Hauttyp ausgehen.

Ölige Haut ist beispielsweise prädestiniert für Unreinheiten. Wie man diese ausblendet und gleichzeitig den öligen Teint berücksichtigt, wird in einem der folgenden Absätze erklärt.

Häufig reagiert empfindliche Haut mit Rötungen oder Unreinheiten auf bestimmte Einflüsse – hier dürfen nur wenige Inhaltsstoffe zum Einsatz kommen, und diese sollten den Teint schützen und pflegen.

Die perfekte Primer-Foundation-Kombination bei Pigmentflecken

Ein Teint, der Störungen in der Pigmentierung, also Pigmentflecken oder -verschiebungen zeigt, wirkt sofort unruhig und häufig auch fahl. Hier sorgt ein Primer in einer leuchtenden Apricot-Nuance für Frische, die der Haut einen schönen Grundton verleiht.

Wichtigstes Kriterium bei der Wahl der Foundation: ein sehr hoher Lichtschutzfaktor, der den Teint vor der Entstehung weiterer Pigmentflecken schützt. Immerhin ist eine hohe UV-Belastung die Hauptursache für sogenannte Hyperpigmentierungen.

Völlig überdeckt werden können die dunklen Flecken leider nicht, wenn das Make-up alltagstauglich bleiben, also nicht maskenhaft wirken soll. Wer eine wirklich effektive Strategie gegen Pigmentflecken sucht, sollte langfristig denken und bereits in der Pflegeroutine auf Seren und Cremes setzen, die bestehende Hyperpigmentierungen aufhellen und der Entstehung neuer Pigmentflecken vorbeugen.

Erweiterte oder große Poren

Speziell entwickelte Primer legen sich wie ein sanfter Film auf die Haut, um erweiterte oder große Poren zu kaschieren, ein grobes Hautbild zu verfeinern und unebene Partien auszugleichen. Auch Fältchen lassen sich mindern.

Diese Primer sollten über das gesamte Gesicht aufgetragen werden, um einen ebenen Teint zu garantieren. Am besten wird der Primer vom Kinn in Richtung Stirn auf die Haut gegeben und sanft eingearbeitet.

Als Foundation sollte eine besonders leichte Textur aufgetragen werden, die sich wie ein zusätzlicher Weichzeichner über den Primer legt und dabei sanft mattierend wirkt. Hierfür eignet sich ein strukturloses Silikonschwämmchen am besten, weil es das gesamte Produkt auf die Haut transportiert und so ein ebenmäßiges Finish garantiert.

Estée Lauder The Illuminator
Givenchy Matissime Velvet Velours de Teint Eclat SPF 20

Ölige Haut

Wir wollen Glow, aber keinen Glanz – dazwischen liegen Welten, die darüber entscheiden, ob wir uns wohl fühlen in unserer Haut oder nicht. Wer einen eher öligen Teint hat, kann sich eigentlich freuen, denn Trockenheitsfältchen werden lange ein Fremdwort bleiben. Dennoch ist ölige Haut nicht einfach im Handling.

Um eine gute Basis für das Make-up zu schaffen, sollte zunächst eine leichte und vor allem ölfreie Feuchtigkeitscreme oder sogar nur ein Wirkstoffserum aufgetragen werden, bevor ein mattierender Primer den Teint ebnet und auf die ölfreie - aber unbedingt lichtreflektierende - Foundation vorbereitet. Diese unterstützt den Matteffekt des Primers, lässt den Teint aber dennoch strahlen.

Wichtig: Auf mattierenden Puder verzichten, denn diese weitere Schicht würde die Haut maskenhaft wirken lassen. Wer öligen Glanz fürchtet, sollte Blottingpaper dabei haben. Diese speziell entwickelten Puderpapier-Streifen nehmen den Glanz partiell auf, ohne den Glow zu zerstören.

Müde Haut / Hangover Teint

Wer zu wenig Schlaf bekommen hat, greift am besten zu einem Primer mit lichtreflektierenden Schimmerpartikeln und trägt diesen großzügig auf das ganze Gesicht auf. Voilà – das wache Strahlen ist zurück.

Nach einer durchfeierten Nacht ist die Haut meistens zusätzlich dehydriert. Sie braucht eine Extraportion Feuchtigkeit, um ihren Glow zurückzuerhalten. Perfekt ist es, wenn alle Produkte, die auf der Haut landen, deutlich und nachhaltig Feuchtigkeit spenden – auch der Primer.

Darüber sollte eine leichte, wasserhaltige und feuchtigkeitsspendende Foundation zum Einsatz kommen, die die Leuchtkraft des Primers durchschimmern lässt und den gestressten Teint zusätzlich pflegt.

Starke Deckkraft 

Ein zuverlässig und stark deckendes Make-up zu kreieren, das lange hält und dennoch nicht maskenhaft wirkt, ist eine echte Herausforderung. Hierzu wird als erster Schritt nach der Pflege am besten ein Primer mit Bronzepartikeln aufgetragen, der dem Gesicht gleichzeitig Kontur und Leuchtkraft verleiht.

Danach die deckende Foundation mit einem feuchten Schwämmchen sanft in die Haut einarbeiten. Zunächst nur eine Schicht dünn auf die Haut geben und diese trocknen lassen. Dann weitere Schichten Foundation auftragen und ebenfalls gut trocknen lassen, bis der gewünschte Effekt erreicht ist.

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