Pflege
Model blickt auf eine Großstadt herunter
© Getty Images

Das liegt in der Luft: Hautpflege-Tipps gegen Feinstaub & Co.

In Sachen Hautalterung spielen nicht nur die Gene eine Rolle, sondern auch der Wohnort. YBPN verrät, warum Luftverschmutzung nicht nur der Umwelt schadet, sondern auch dem Teint.

Abgase, Zigarettenrauch, Feinstaub und Industrieabfälle – dass Schadstoffe, die tagtäglich für dicke Luft sorgen, schlecht für die Gesundheit sind, ist bereits bekannt. Was Großstädter aber oft noch nicht wissen: Selbst kleinste Verunreinigungen der Luft haben einen großen Effekt auf die Hautalterung. Um es kurz zu machen: der Aging-Prozess wird beschleunigt. Denn bei jedem Gang zur Arbeit oder beim Spaziergang im Großstadt-Dschungel greifen Schadstoffe die Hautbarriere an. Das mag jetzt vielleicht extrem klingen, ist aber vor allem in Metropolen die unschöne Realität – und bedarf einer speziellen Hautpflege-Routine. 

Beauty-Falle Großstadt

Studien haben ergeben, dass Frauen, die in einer belasteten Umgebung leben, bis zu 174 % häufiger unter vergrößerten Poren leiden, als diejenigen, die in einem weniger belasteten Umfeld wohnen. Eine Zahl, die viele wortwörtlich alt aussehen lässt. Hinzu kommt, dass Frauen, die einer erhöhten Konzentration an Luftschadstoffen ausgesetzt sind, 20 Prozent mehr Pigmentflecken bekämen als Frauen in ländlichen Gebieten. Das wies Dr. Andrea Vierkötter vom Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf bereits 2010 nach. Aber wieso können diese mikroskopischen Verunreinigungen den Hautalterungsprozess derart beeinflussen?

Schuld sind freie Radikale, die unter anderem durch Luftschadstoffe erzeugt werden – und die sind vor allem gefährlich, wenn sie in großen Mengen auftreten. Je höher die Umweltbelastung, desto höher also das Risiko für die Haut. Logisch. Insbesondere, wenn die Haut ohnehin schon empfindlich ist – zum Beispiel in den kälteren Monaten. Denn freie Radikale enthalten nur ein Elektron und sind daher immer auf der Suche nach Reaktionspartnern. Auf dieser Suche greifen sie Hautzellen an, attackieren die Zellmembranen und stören die Funktionsfähigkeit der Zellen, indem sie ihnen wichtige Elektronen klauen. Die Abwehrmechanismen der Haut werden schwächer, die Haut verliert an Elastizität und vor allem trockenheitsbedingte Fältchen werden deutlich früher auf dem Teint sichtbar.

Frau steht in einer Großstadt am Straßenrand und wartet auf ein Taxi
© Getty Images

Diese Hautpflege-Tipps bekämpfen den negativen Einfluss von Feinstaub & Co. 

Im Kampf gegen freie Radikale spielt eine vitaminreiche Ernährung eine große Rolle – aber auch die Beauty-Industrie reagiert und entwickelt immer mehr Hautpflege-Produkte mit Anti-Pollution-Effekt, die oft nicht nur gegen Sonnenstrahlung, sondern speziell vor negativen Umwelteinflüssen schützen. Die Stars in Pflege und Ernährung: Antioxidantien wie Vitamin A, C und E oder neutralisierender weißer Tee. Antioxidantien sind hoch effektive Radikalfänger, die die Reaktion der freien Radikale mit Sauerstoff unterdrücken. Damit wird die Wirkung freier Radikale unschädlich gemacht.

Damit die Pflege ihr volles Potenzial entfalten kann, braucht sie jedoch eine perfekte und vor allem gereinigte Basis. Genau deswegen sind die tägliche Reinigung und das Abschminken einer der meist gehörtesten, aber auch wichtigsten, Beauty-Tipps überhaupt. Besonders übel: Gerade Feinstaubpartikel sind so fein, dass sie sich extrem hartnäckig auf der Haut festsetzen. Die Haut nur mit Wasser zu reinigen, reicht also nicht unbedingt aus. Setzen Sie lieber auf ein effektives aber mildes Reinigungsgel oder eine sanfte Reinigungsmilch und denken Sie jeden Abend unbedingt daran, Ihr Make-up – und damit auch Umweltschmutz – von der Haut zu entfernen. 

Sie wollen wissen, welcher Schadstoff in Ihrer Region das vorherrschende Problem ist und wie hoch die Umweltbelastung allgemein ist? Das Beauty Label Dermalogica hat die Webseite „Skin Pollution“ ins Leben gerufen, die Ihnen alle Daten für Ihren Wohnort aufschlüsselt. Spitzenreiter in Sachen Umweltverschmutzung ist demnach – wenig überraschend – übrigens Berlin.

Die besten Hautpflege-Helfer gegen Smog

Weitere Artikel