Pflege

Skincare-Quiz: Welcher Pflege-Typ sind Sie?

Männer vor dem Kosmetikregal sind längst keine Seltenheit mehr. Wer smart cremen will, wählt das passende Pflegekonzept zu seinem Lifestyle. Unser YBPN Skincare-Quiz verrät, welche Produkte zu Ihnen passen.

Der deutsche Mann ist Europameister – zwar leider nicht im Fußball, dafür aber in Sachen Pflege. Mit durchschnittlich rund 31 Minuten verbringt er im europäischen Vergleich die längste Zeit im Bad – und überholt damit, wie im Fußball, sogar die eitlen Italiener! Kein Wunder also, dass Herrenkosmetik in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebte. Der häufigste Grund für den Griff zum Cremetiegel? Der Schönheitswettbewerb im Büro! Schließlich verdienen attraktive Männer Studien zufolge rund 15 Prozent mehr als ihre – sagen wir mal weniger ansehnlichen – Kollegen.

Die Frage ist also längst nicht mehr, ob sich Männer mit Cremes, Peeling und Co. beschäftigen, sondern wie sie es tun! Einige investieren zum Beispiel nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld in die Skincare-Ausstattung, andere bedienen sich dagegen lieber an der Tubensammlung der Partnerin. Wie praktisch, dass die Auswahl in den Parfümerien nicht nur stetig wächst, sondern auch immer spezieller wird und für jeden Pflegetyp das Richtige parat hat. Wer noch etwas Orientierungshilfe benötigt, findet mit unserem kleinen Skincare-Navigationssystem die passenden Tiegel!

Quiz zum Thema Pflege

SPORTFREAK

Wer viel Zeit in der Muckibude oder auf dem Bolzplatz verbringt, mag es für gewöhnlich auch bei der Pflege sportlich. Leichte Texturen oder kühlende Metall-Applikatoren sorgen nach dem Training für den Frischekick – und liften zwar keine Gewichte, dafür aber kleine Fältchen. Übrigens: Mattierende Gel-Formeln sorgen dafür, dass die wahrscheinlich ohnehin schweißgetriebene Stirn nicht noch mehr glänzt!

VIEL-CREMER

Was das umfangreiche Tuning für den Autofreak, ist die Pflegeroutine für den Intensiv-Pfleger. Peeling, Masken und Seren gehören dabei längst zu seinem Wortschatz, und für hochwertige, innovative Wirkstoffe ist er auch bereit, mal etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen. Schließlich stecken in diesen Produkten die neuesten Forschungsergebnisse und die geballte Anti-Aging-Power!

NATURBURSCHE

Die besten Inhaltsstoffe aus der Pflanzenwelt und am liebsten noch direkt aus der Heimat – das steht auf dem Pflegewunschzettel des Naturliebhabers. Das Bild vom Jutebeutelträger, der mit Birkenstocks in den Bio-Markt geht, ist dabei längst veraltet, denn auch nachhaltige Kosmetik ist hocheffektiv und stylish! Insbesondere jüngere Männer schwören deshalb auf innovative Labels und bewährte Klassiker, die nicht nur dem Teint etwas Gutes tun, sondern auch der Umwelt.

MIT-NUTZER

Es ist schon praktisch, wenn die Schrankseite der Partnerin randvoll ist mit Tuben und Tiegeln – warum also selbst Kosmetik kaufen? Ganz einfach: Weil Männerhaut ihre eigenen Bedürfnisse hat! Außerdem sind 2-in-1-Produkte wie zum Beispiel Waschgel mit leichtem Peelingeffekt praktisch und zeitsparend – Vorteile, die für Männer wichtig sind. Wer sich im Beauty-Dschungel noch etwas orientieren muss, hält sich an Einsteigerpflege. Die punktet nämlich mit einfachen Hinweisen statt komplizierten Namen. Denn unter „Energie Booster“ können sich selbst Neulinge etwas vorstellen …

Pflege-Extra

Warum ist es nötig, dass Männer ihre eigenen Pflegeprodukte verwenden und was gibt es für sie aus dem Bereich Anti Aging zu wissen? YBPN beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Männer und Kosmetik

1. Wie unterscheidet sich die Hautstruktur von Männern und Frauen?

„Männer haben das Glück, dass ihre Haut generell etwa zwanzig Prozent dicker ist, als bei Frauen. Schon die Oberhaut besteht aus mehr Zellschichten, und auch in der Dermis findet sich mehr Kollagen. Das Relief der Haut ist gröber und dadurch robuster, weshalb sie mit Umweltbelastungen wie Sonne oder trockener Luft aus Klimaanlagen besser zurechtkommt“, weiß Birgit Huber, stellvertretende Geschäftsführerin des IKW (Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V.). Männerhaut produziert zudem mehr Fett und Talg, weshalb sie weniger zu Trockenheit, dafür aber zu Unreinheiten neigt.

2. Welche Form der Pflege braucht Männerhaut?

Vor allem Feuchtigkeit, allerdings in leichter Form. Zu reichhaltige Produkte verstopfen die Poren und können zu Unreinheiten führen. Die tägliche Reinigung mit einem Waschgel und einem Toner ist Pflicht, um die Haut von Schmutz und Talgpartikeln zu befreien und sie auf die anschließende Pflege vorzubereiten. Neben der Feuchtigkeitscreme ist eine Augenpflege auch schon in jungen Jahren angesagt, um Fältchen in diesem Bereich vorzubeugen. Und wie bei jedem anderen Hauttyp auch, verhindert die Verwendung von Produkten mit hohem Lichtschutzfaktor eine frühzeitige, durch UV-Belastung ausgelöste Hautalterung.

3. Welche zusätzlichen Pflegeschritte eignen sich für Männer?

Auch Männerhaut freut über eine regelmäßige Extrapflege: Da die männliche Dermis mehr Talg produziert, eignen sich besonders hautverfeinernde Peelings und intensive Reinigungsmasken.

4. Wie ändern sich die Hautbedürfnisse mit den Jahren?

„Bis etwa zum dreißigsten Lebensjahr haben Männer eine deutlich straffere Haut als Frauen. Sie zeigt bis dahin kaum Falten, während Frauen schon mit Anfang 20 die ersten Knitterfältchen um die Augen bekommen können. Aber spätestens ab 35 macht Männerhaut wesentlich schneller schlapp: Die Produktion neuer Hautzellen verlangsamt sich, die Elastizität des Bindegewebes lässt rapide nach und die Haut verliert ihre Fähigkeit, genügend Feuchtigkeit zu binden“, so Birgit Huber. Ab diesem Moment sollte daher verstärkt auf eine spezielle Anti-Aging-Pflege gesetzt werden. Ideal sind Cremes, die Feuchtigkeit spenden, erste Fältchen bekämpfen und gleichzeitig über einen hohen Lichtschutzfaktor verfügen. Pflegende Inhaltsstoffe wie Vitamin E und Hyaluronsäure sind nun die richtige Wahl. In den 40ern dürfen ruhig schwerere Geschütze aufgefahren werden: Ginseng, Folsäure oder Retinol sagen Falten noch effektiver den Kampf an.

5. Was müssen Männer beachten, die sich täglich rasieren?

Jede Rasur reizt die Hautoberfläche und verletzt sie minimal. Um diesen Verletzungen entgegen zu wirken und Irritationen zu vermeiden, sollte mit Vorsicht ans Werk gegangen werden. Ob man sich für eine Trocken- oder Nassrasur entscheidet, ist dabei zweitranging. Wichtig ist vor allem, dass die zu rasierende Partie gut vorbereitet und im Anschluss entsprechend gepflegt wird. Ein besonders guter Zeitpunkt ist nach dem Duschen, wenn das Gesicht bereits gereinigt ist und die Härchen noch weich sind. So lassen sie sich leichter rasieren. Die Wahl des Rasurproduktes hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Ein trockener Teint freut sich zum Beispiel über eine pflegende Rasiercreme, normale Haut über ein kühlendes Gel. Um Reizungen zu minimieren, sollte in Wuchsrichtung rasiert und danach mit viel Wasser nachgespült werden. Sensible Typen sollten im Anschluss zu einem beruhigenden Fluid greifen, während Unempfindliche die Haut mit einem adstringierenden Aftershave erfrischen können.

6. Welche Pflege benötigt Männerhaut im Winter?

Während im Sommer eine leichte Feuchtigkeitscreme ausreicht, benötigen auch Männer im Winter eine reichhaltigere Creme. Wirkstoffe wie Panthenol und Sheabutter halten die Haut geschmeidig, Aloe vera wirkt besonders beruhigend. Diese Funktion ist in der kalten Jahreszeit wichtig, da Mützen, Schals und Rollkragenpullis die Epidermis leicht aufrauen und irritieren können. Fällt Schnee oder steht eine Skipartie an, sollte außerdem der Lichtschutzfaktor erhöht werden. Durch den Schnee werden die Sonnenstrahlen intensiv reflektiert und ihre schädigende Wirkung vervielfacht sich.