Pflege
Close-up von Make-up Pinsel und Puder
© Kristin Lee/Getty Images

Magie oder Chemie? Was hinter Mineralkosmetik steckt

Mineralkosmetik, Mineralöle, Mineralpigmente, mineralreich, mineralölfrei – das eine klingt gut, das andere fast bedenklich. Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkel der mineralen Schönheitswelt.

Auch wenn Minerale häufig in Form schöner Kristalle, Pulver oder Farben daher kommen, sind sie am Ende doch nur chemische Verbindungen – die so einiges bewirken können. Richtig dosiert und eingemischt, setzt die Beauty-Branche längst auf die positive Wirkung von Mineralpigmenten und -ölen

Wann darf sich Kosmetik „Mineralkosmetik“ nennen?

In Deutschland gibt es noch keine allgemein gültige Definition von „Mineralkosmetik“. Wann es sich hier lediglich um dekorative Kosmetikprodukte handelt oder ob konkrete Pflegeprodukte dazu zählen, darüber streiten sich die Fachgeister weiterhin.

Michel Knittel, Berater und Fachjournalist im Bio-Kosmetikbereich meint dazu: „Das Vorhandensein von Inhaltsstoffen oder Farbstoffen aus besonderen Mineralien ist für mich kein ausreichendes Argument. Man muss tiefer auf die Lehre der Zusammensetzung blicken.“

„Verbraucher können kosmetische Produkte, die Mineralöle enthalten, bedenkenlos benutzen.“

Birgit Huber, Bereichsleiterin Schönheitspflege, IKW

Nur natürlich reine Mineralstoffe in der Mineralkosmetik

bareMinerals ist eine der führenden Beauty-Marken im Mineralsegment. Ihre Produkte enthalten mindestens drei Prozent Mineralien, einer in den USA und in UK geltenden Richtlinie entsprechend. Besonders großen Wert legt das Unternehmen auf saubere Mineralien.

„Bei ‘Bare Minerals Original SPF 15’ und der ‘Matte Foundation’ bekommt die Kundin reine Mineralien ohne jegliche chemische Zusätze. Alle anderen bareMinerals Produkte sind frei von Paraben, Paraffin, künstlichen Duft- und Farbstoffen und verzichten auf Talkum und Bindemittel“, erläutert Christian Fritsche, Education Manager Bare Escentuals Deutschland GmbH.

Apropos Reinheit: Immer häufiger lesen wir auf den Etiketten kosmetischer Pflegeprodukte „mineralölfrei“. Deshalb fragen wir uns natürlich auch:

Sind Mineralöle in der Mineralkosmetik unverträglich?

Mineralöle verfügen über einige nennenswerte, kosmetische Eigenschaften, beispielsweise sind sie sehr hautverträglich, wirken hautschützend und hautpflegend. Eine gesundheitsschädliche Wirkung konnte bisher auch das Bundesinstitut für Risikobewertung ausschließen.

„Verbraucher können kosmetische Produkte, die Mineralöle enthalten, bedenkenlos benutzen“, erklärt Birgit Huber, Bereichsleiterin Schönheitspflege des deutschen Industrieverbandes für Körperpflege und Waschmittel. „Mineralöle, die in kosmetischen Produkten eingesetzt werden, erfüllen hohe gesetzliche Sicherheitsanforderungen. Die Hersteller verwenden in kosmetischen Produkten nur hoch raffinierte und qualitativ hochwertige Mineralöle in Pharmaqualität.“

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