Pflege
Frau im Bikini am Strand
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Cellulite: Ohne Dellen in die Wellen

Der Sommer kommt, und es wird höchste Zeit, der Rückansicht wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. YBPN verrät, wie Sie Beine und Po ruckzuck freiluftfein pflegen.

Straff und glatt – so machen uns die Beine im Sommer alle Ehre. Leider sieht die Realität bei 80 Prozent der Frauen anders aus. An der Oberschenkel-Rückseite und am Po entstehen Dellen. „Verantwortlich dafür ist eine Vermehrung des Unterhaut-Fettgewebes sowie eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe“, weiß Susanne Bredenbeck, Trainings-Direktorin bei BIOTHERM. Warum sich das nur bei Frauen zeigt? Das weibliche Fettgewebe speichert Fett einfacher und schneller als das von Männern.

Dr. Eva-Maria Meigel, Dermatologin in Hamburg und Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin, ergänzt: „Zudem hat die Natur den Frauen ein dehnbares Bindegewebe geschenkt – hilfreich in der Schwangerschaft, aber für den Rest der Zeit bedeutet es, dass sich die darunterliegenden Fettzellen dellig unter der Haut abzeichnen.“ Auch schlanke Frauen mit wenig Muskelmasse können deshalb Cellulite haben. Gleichzeitig kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen den Fettzellen und einer verschlechterten Durchblutung. Interessant auch: Cellulite begünstigt Cellulite. „Durch die Durchblutungsstörungen und Wasseransammlungen kommt es zu einer Verhärtung der Bindegewebsstränge, das Gewebe wölbt sich hervor, und der Lymphfluss und die Durchblutung werden weiter vermindert“, so Susanne Bredenbeck. Ein Teufelskreis, mit dem man sich nicht abfinden muss! Denn mit den passenden Cremes, gekonnten Massagegriffen und Sport lässt sich das Erscheinungsbild wesentlich verbessern.

Glatt cremen

Damit sich die Haut an den Beinen makellos zeigt, setzen die meisten Produkt-Formulierungen auf hochkonzentriertes Koffein. Dieser Schlüssel-Inhaltsstoff setzt Fette aus den Fettzellen frei. Allerdings gilt: Wer die Creme nur aufträgt und sich aufs Sofa legt, wird leider kaum Erfolg spüren. Denn die freigesetzten Fette müssen auch verbrannt werden.

Es ist deshalb besonders effizient, das Produkt direkt vor dem Sport anzuwenden. So wird der Körper dabei unterstützt, Fett in Muskeln umzuwandeln, die zusätzlich für ein strafferes Erscheinungsbild sorgen. Wie beim Training gilt auch beim Cremen: Disziplin ist alles! „Wer zu Cellulite neigt, sollte straffende Pflegeprodukte zusätzlich fest in die Pflegeroutine einbauen und zwar tagtäglich – nicht nur vor dem Sport – das ganze Jahr über“, so Susanne Bredenbeck.

Sport und gezielte Massagen mit Ölen oder Cremes unterstützen das Detox-System des Körpers und bewahren die Geschmeidigkeit der Fasern!

Susanne Bredenbeck, Trainings-Direktorin von BIOTHERM

Straff massieren

Die richtige Anwendung ist das A und O. In erster Linie ist es wichtig, glättende Pflege gut einzumassieren, damit die Durchblutung und der Lymphfluss unter der Haut angeregt werden. Um langfristige Erfolge zu erzielen, empfiehlt Susanne Bredenbeck folgende Mini-Massage, die am besten morgens und abends zum Ritual werden sollte: „Tragen Sie das Produkt auf Oberschenkel und Po auf. Pressen Sie dann die Haut auf Kniehöhe zu einer Welle zusammen und bewegen Sie diese den Oberschenkel hinauf. Danach wird die Hand zu einer Faust geballt, um mit den Fingerknöcheln Oberschenkel und Po zu massieren.“ Wer die Haut vorher mit einer Körperbürste oder einem Massagehandschuh bearbeitet, kann den Effekt von Creme und Massage noch verbessern.

Fleißig sporteln

Eine gute Muskulatur ist der wirksamste Feind der Cellulite, denn Muskeln verdrängen das Fettgewebe und ebnen so das Hautbild optisch. Durch gezieltes Training lässt sich Muskulatur besonders an den Problemzonen aufbauen. Programme wie Yoga oder Pilates eignen sich dafür ideal, weil sie die Muskeln beim Aufbau dehnen. Das Resultat: schlanke, optisch verlängerte Beine. Regelmäßige Bewegung verbessert zudem die körpereigenen Stoffwechselfunktionen. Wer diesen Drei-Punkte-Plan aus Pflege, Massage und Sport mindestens 28 Tage lang, also während eines kompletten Erneuerungszyklus der Haut, diszipliniert durchzieht, wird mit einer vorzeigbaren sexy Kehrseite belohnt.

Dehnungsstreifen

Die Sonne bringt nicht nur Cellulite ans Licht: Auch Dehnungsstreifen an Po, Oberschenkeln, Bauch und Busen verderben 70 Prozent aller Frauen die Lust auf Mini-Rock und Bikini. Dass Männer von den sichtbaren Geweberissen auch nicht verschont bleiben, ist dabei nur ein kleiner Trost. Dehnungsstreifen sind die Folge schneller Gewichtszunahmen oder starker Wachstumsschübe in der Pubertät – und nicht, wie durch den Spitznamen „Schwangerschaftsstreifen“ fälschlich angenommen, ein Phänomen, das nur Mütter betrifft. Erfahren Sie mit YBPN, warum die Haut an manchen Stellen unschön nachgibt, wie man mit Cremes und Co. vorbeugen kann, und welche Behandlungen in der Beauty Lounge in Ihrer YBPN-Parfümerie möglich sind.

Warum entstehen Dehnungsstreifen?

Miriam Stephan, Expertin aus der YBPN-Parfümerie Stephan Parfums & Kosmetik, erklärt: „Wird die Haut durch Wachstum oder Gewichtszunahme zu stark gedehnt, reißen Elastin- und Kollagen-Fasern in der Unterhaut.“ Diese Risse werden zuerst als violett-rote Kerben auf der Hautoberfläche sichtbar. Die gute Nachricht: Auch wenn sie nicht vollständig verschwinden, verblassen die Dehnungsstreifen zumindest nach einigen Monaten zu einem helleren Ton. Da das „Narbengewebe“ an diesen Stellen aber nicht pigmentieren kann, werden die Risse vor allem im Sommer, wenn die restliche Haut von der Sonne gebräunt ist, besonders sichtbar. Generell gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Zu Hause mit Cremes und Co.

Präventiv empfiehlt sich vor allem Sport. Pilates und Faszientraining sind ideal, weil sie den Body optimal straffen, ohne die Muskeln zu schnell wachsen zu lassen – denn auch das ist ein Auslöser für Risse in der Haut. Regelmäßige Massagen mit Spezialcremes und Ölen wirken zum Beispiel während der Schwangerschaft vorbeugend. Vorausgesetzt, sie werden regelmäßig morgens und abends angewendet. Auf diese Weise bleibt das Gewebe elastisch und reißt nicht so leicht ein. Inzwischen gibt es auch intelligente Produkte, die die Haut im Nachhinein bei der Regeneration unterstützen. Sie beschleunigen das Verblassen der verletzten Haut und wirken mit pflanzlichen Ölen, zum Beispiel aus Jojoba und Kamelie, positiv auf die Stützfasern der Haut, um so die Spannkraft zu verbessern. Tipp: Unmittelbare Erfolge sieht man mit Selbstbräunern und Body-Make-up. Der künstliche Glow gleicht den Farbunterschied aus und die Streifen fallen nicht mehr auf.