Pflege
Alessandra ambrosio
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Sonnenschutz: Sonne in der City

Egal, ob Sie diesen Sommer auf Reisen gehen oder zu Hause bleiben: Auf Sonnenschutz sollten Sie nicht verzichten.

Die Sonne ist Ihr ständig strahlender Begleiter – am Strand und in den Bergen ebenso wie auf dem Weg zur Arbeit oder beim Shoppen. Unsere YBPN-Experten beantworten die zehn wichtigsten Fragen zum Thema UV-Schutz.

1. Ist täglicher Sonnenschutz wirklich wichtig? Egal, wo man ist?

Dr. med. Christian Merkel, Dermatologe im Haut- und Laserzentrum an der Oper in München, rät: „Ja, weil es dem Teint gleich ist, ob Sie am Strand liegen oder durch die Stadt laufen. UV-Schäden sind die häufigste Ursache für frühzeitige Hautschädigungen und Alterungserscheinungen wie Falten und Pigmentstörungen. Wissenschaftler und Dermatologen führen 80 Prozent aller sichtbaren Schäden darauf zurück. Wer sich täglich 20 Minuten ungeschützt der Sonne aussetzt, mutet sich 120 Stunden UV-Belastung im Jahr zu. Das verzeiht die Haut nicht!“

2. Und wenn man den ganzen Tag im Büro verbringt?

„Die Sonne erwischt Sie auch auf dem Arbeitsweg und in der Mittagspause,“ weiß Esther de Levie, Director Training bei LANCASTER. „Zudem durchdringen UVA-Strahlen, die für die Alterung der Haut verantwortlich sind, auch Fensterglas“, fügt die Expertin hinzu. „Neueste Forschungen ergaben sogar, dass jede Form von sichtbarem Licht, auch das von Lampen, die Hautalterung stark beschleunigen kann. Momentan untersuchen wir die Auswirkung der Strahlen von Computerbildschirmen.“

3. Wie unterscheiden sich Tagescremes mit LSF von Sonnencremes?

Esther de Levie: „Eine Tagescreme erfüllt mehrere Aufgaben: schützen, pflegen, reparieren. Die Sonnencreme hingegen erfüllt als Hauptaufgabe den Schutz vor UV-Strahlen, weshalb ihr Schutzfaktor meist stabiler und zuverlässiger ist.“

Reese Witherspoon
Reese Witherspoon weiß, dass eine große Sonnenbrille die zarte Augenpartie am effizientesten schützt.© Getty Images

4. Genügt es, sich morgens mit einem LSF einzucremen?

Dr. Merkel: „Wenn Sie sich in geschlossenen Räumen aufhalten, hält der Lichtschutz je nach Faktor bis zur Mittagspause oder bis zum Abend. Wenn Sie sich viel im Freien aufhalten, sollten Sie unbedingt regelmäßig nachcremen.

5. Wie hoch muss der LSF sein?

„Im Büroalltag bietet schon Faktor 15 sicheren Schutz vor bis zu 93 Prozent der schädlichen Strahlen,“ weiß Dr. Merkel. „Wer im Freien arbeitet, sollte zu Sonnencreme LSF 50 greifen.“

6. Genügt es, nur das Gesicht einzucremen?

„Nein, es müssen alle unbekleideten Körperstellen geschützt werden,“ so Esther de Levie. „Dekolleté und Handrücken werden häufig vergessen – hier zeigen sich Pigmentstörungen besonders schnell. Cremen Sie Ihre Hände auch beim Autofahren ein.“

„Außerdem sollten Sie unbedingt Lippenpflege mit UV-Schutz verwenden,“ fügt Dr. Merkel hinzu. „Das Lippenrot ist sehr lichtempfindlich, weil es nicht wie die Haut über den natürlichen Schutzmechanismus der Pigmentierung verfügt.“

Diane Kruger
Diane Kruger macht’s vor: Ein Hut mit breiter Krempe schützt vor einem Sonnenstich und bewahrt die Haare vorm Austrocknen und -bleichen.© Getty Images

7. Addiert sich der Sonnenschutz, wenn man mehrere Produkte aufträgt?

Esther de Levie: „Nein, lieber gleich den höheren Schutzfaktor wählen! Während eines Sonnenbades ist es außerdem wichtig, regelmäßig nachzucremen – das verlängert zwar die Schutzzeit nicht, repariert aber Lücken, die durch Reibung und Schwitzen auf der Haut entstehen.“

8. Produziert der Körper trotz UV-Schutz genügend Vitamin D?

Dr. Merkel: „Wer sich im Alltag regelmäßig maßvoll und geschützt dem Sonnenlicht aussetzt, sollte damit einen ausreichend hohen Vitamin-D-Spiegel haben. Ist dieser dennoch niedrig, empfehle ich eine Substitution durch den Arzt. Auf keinen Fall den Verzicht auf Lichtschutz.“

9. Wie funktionieren UV-Filter?

„Physikalische Filter (Zinkoxide, Titaniumdioxide) legen sich wie ein Schirm auf die Haut und reflektieren die Sonnenstrahlen, bevor sie eindringen können. Chemische Filter dringen in die Haut ein und absorbieren hier die Energie der UV-Strahlung“, erklärt Dr. Merkel.

10. Wie wichtig ist ein Infrarot-Schutz?

Esther de Levie: „Die schädigende Wirkung von Infrarotstrahlen ist bewiesen. Sie dringen in die tiefen Hautschichten ein und beeinflussen dort die Zellfunktionen negativ. Die gute Nachricht: Man kann sich vor ihnen schützen – und zwar mit einer Creme, die mineralische Reflektoren und einen Antioxidantien-Komplex enthält.

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