5 Gute Nachrichten für Green Beauty

Mikroplastikverbot, PFAS-Aus, neues Verpackungsgesetz und strengere Regeln gegen Greenwashing: Green Beauty wird verbindlich und transparenter.

von Marlene Burba

04. Februar 2026

Frau mit grünen Augen Patches

Unsplash / Oleg Ivanov

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Green Beauty bekommt endlich Rückendeckung: Lange war nachhaltige Kosmetik vor allem Vertrauenssache. Jetzt wird sie nach und nach auch Gesetz. 

EU-Richtlinien und nationale Regelungen bringen jetzt mehr und mehr Klarheit in einen Markt, der zu oft von vagen Versprechen geprägt war. 

Für Dich heißt das: weniger Zweifel, mehr Orientierung – und echte Fortschritte für Umwelt und Haut. 

Wir haben 5 Gute Nachrichten für Dich zusammengefasst, die Green Beauty Fans echte Hoffnung machen:  

1. Mikroplastikverbot: Ein echter Wendepunkt

Laut Bundesumweltministerium gilt seit dem 17. Oktober 2023 das erste EU-weite Verbot für absichtlich zugesetztes Mikroplastik. Betroffen sind unter anderem Peelings, Scrubs und bestimmte Make-up-Produkte. Ziel ist es, Mikroplastik langfristig vollständig aus Alltagsprodukten zu verdrängen.

Wichtig für Dich: Das Verbot greift schrittweise. Für einzelne Produktgruppen gelten Übergangsfristen bis 2027, 2030 oder sogar 2035. Ab Oktober 2025 müssen Hersteller zudem offenlegen, wenn ihre Produkte noch Mikroplastik enthalten. 

Transparenz wird Pflicht – kein Nice-to-have mehr.

2. Verpackungsgesetz: Neue Regeln ab 2026

Auch beim Thema Verpackung wird es konkret. Laut EU-Kommission tritt die neue europäische Verpackungsverordnung ab 12. August 2026 verbindlich in Kraft. Sie ersetzt bisherige Richtlinien und schreibt klar vor, dass Verpackungen besser recyclingfähig, reduzierter und teilweise wiederverwendbar sein müssen.

Neue, leicht verständliche Piktogramme für Materialzusammensetzung und Recycling-Infos werden außerdem verpflichtend, deren konkrete Gestaltung bis August 2026 festgelegt wird.

Für Green Beauty bedeutet das: weniger Umkartons, mehr Refill-Lösungen und ein echter Schub für nachhaltiges Verpackungsdesign.

3. PFAS-Verbot in Frankreich: Startschuss ab 2026

Frankreich geht voran. Laut Angaben des französischen Umweltministeriums werden PFAS – auch bekannt als „Ewigkeitschemikalien“ – ab dem 1. Januar 2026 in Kosmetikprodukten verboten. PFAS ist eine Abkürzung für per- und polyfluorierte Chemikalien. 

Das Problem: Sie kommen nicht natürlich vor und werden erst seit den späten 1940ern hergestellt und eingesetzt. Die Chemikalien – die eine negative Wirkung auf Gesundheit und die Umwelt haben – werden bei Emission in die Umwelt nicht abgebaut, sondern reichern sich dort an.

Das Verbot unserer Nachbarn gilt als Blaupause für weitere EU-Länder. 

Für Dich ist das ein starkes Signal: Schadstoffarme Formulierungen werden zum neuen Standard, nicht zur Ausnahme.

4. Green Claims-Richtlinie: Kampf gegen Green Washing

Viele Labels versprechen Nachhaltigkeit – doch nicht immer steckt sie drin. Genau hier setzt die green claims-richtlinie der EU an. Laut Europäischer Kommission sollen Umweltversprechen künftig wissenschaftlich belegbar sein und unabhängig geprüft werden.

Was ist die green claims-richtlinie?


Sie verpflichtet Unternehmen dazu, Aussagen wie „umweltfreundlich“, „klimaneutral“ oder „nachhaltig“ klar zu belegen. Irreführende Aussagen und klassisches green washing sollen so systematisch verhindert werden. Die Anwendung der Richtlinie wird aktuell für ab 2027 erwartet.

5. Sauberes Wasser: Kosmetik übernimmt Verantwortung

Eine der leisesten, aber wirkungsvollsten Neuerungen kommt aus Brüssel. Laut Europäische Kommission wurde Ende 2024 die neue EU-Abwasserrichtlinie beschlossen. Sie greift schrittweise und entfaltet ihre volle Wirkung ab 2027/2028– mit direkten Folgen für die Beautybranche.

Erstmals gilt das Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung auch für Kosmetik. Bedeutet konkret: Unternehmen müssen sich künftig finanziell an der Reinigung von Abwasser beteiligen, wenn Inhaltsstoffe aus Cremes, Shampoos oder Make-up sogenannte Mikroschadstoffe verursachen.

Warum das für Green Beauty ein echter Fortschritt ist:


Problematische Inhaltsstoffe verlieren ihren wirtschaftlichen Reiz. Umweltfreundliche Formulierungen werden belohnt. Und nachhaltige Marken bekommen Rückenwind – nicht durch Marketing, sondern durch klare Regeln.

Für Dich heißt das: Green Beauty denkt künftig weiter als bis zur Verpackung. Nachhaltigkeit endet nicht im Badezimmer, sondern reicht bis ins Abwasser. Ein stiller, aber entscheidender Schritt hin zu wirklich verantwortungsvoller Kosmetik.

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