Rouge auftragen: So gelingt das perfekte Finish
Ein Hauch Farbe auf den Wangen verändert das ganze Gesicht. Wie du Rouge auftragen und je nach Gesichtsform richtig platzieren kannst, liest du hier.
von Svenja Schaffeld
07. Juni 2022
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Rouge auftragen dauert keine zwei Minuten und macht trotzdem den größten Unterschied im ganzen Gesicht. Ein Hauch Farbe auf den Wangen lässt dich wacher aussehen, gibt Kontur und verbindet Foundation, Lidschatten und Lippenstift zu einem stimmigen Look. Trotzdem landet der Blush oft zu tief, zu kräftig oder als sichtbarer Fleck auf der Wange.
Woran das liegt, wo die Farbe je nach Gesichtsform wirklich hingehört und welche Textur zu deiner Haut passt, klären wir jetzt Schritt für Schritt.
Wie trägt man Rouge richtig auf?
Über das Ergebnis entscheidet weniger das Produkt als die Technik. Drei Dinge zählen: eine glatte Basis, die richtige Menge und ein sauberer Übergang zur Haut.
Vorbereitung: Rougepinsel und glatte Basis
Rouge kommt immer auf die fertige Basis, also nach Foundation und Concealer. Auf ungepuderter Haut greift Puder-Rouge fleckig, auf zu viel Puder rutscht eine cremige Textur. Für Puder brauchst du einen weichen, leicht abgerundeten Rougepinsel, dessen Kopf schmaler ist als deine Wange. Ein breiter, flacher Blush Brush setzt zu viel Farbe auf einmal und lässt sich schlecht steuern. Creme- und Liquid-Texturen verteilst du besser mit einem feuchten Make-up-Schwämmchen oder direkt mit den Fingerspitzen, die Wärme hilft der Farbe beim Verschmelzen.
Zwei Texturen, doppelte Haltbarkeit
Wenn dein Rouge nach ein paar Stunden verschwindet, kombiniere die Texturen:
Erst eine dünne Schicht Creme- oder Liquid-Rouge auf die Haut, dann mit einem Puder-Rouge im gleichen Ton darüber. Die cremige Basis gibt Halt, das Puder fixiert. Der Effekt hält deutlich länger als jede Einzelschicht.
Dosieren, tupfen, verblenden
Nimm wenig Farbe auf und klopfe den Pinsel vor dem ersten Kontakt am Handrücken ab. Zu viel Pigment lässt sich später kaum noch korrigieren, zu wenig baust du in zwei Schichten auf. Setze den Pinsel nicht mittig auf den Wangenapfel, sondern etwas außerhalb, und arbeite dich in kleinen, kreisenden Bewegungen nach innen. So sitzt die Farbe dort am kräftigsten, wo sie natürlich wirkt. Zum Rouge verblenden reicht der Restpuder im Pinsel: Zieh die äußere Kante Richtung Schläfe aus, bis kein Rand mehr zu sehen ist. Ist doch zu viel Farbe auf der Wange gelandet, tupfst du mit einem sauberen Schwamm darüber oder legst etwas losen Puder auf.
Wo trägt man Rouge je nach Gesichtsform auf?
Die Platzierung verschiebt Proportionen. Als Faustregel gilt: Das Auge folgt der Farbe, betont wird also genau die Partie, auf der das Rouge sitzt.
Rouge auftragen bei einem runden Gesicht
Setz die Farbe etwas höher an, auf den Wangenknochen, und zieh sie schräg Richtung Schläfe aus. Diese diagonale Linie streckt optisch. Direkt auf den Wangenäpfeln platziert wirkt ein rundes Gesicht dagegen noch runder.
Rouge auftragen bei einem ovalen Gesicht
Ein ovales Gesicht ist von Natur aus ausbalanciert, hier darfst du klassisch auf dem Wangenapfel arbeiten und die Farbe leicht nach außen verblenden. Achte nur darauf, nicht unterhalb der Nasenflügel zu bleiben, das zieht die Züge nach unten.
Rouge auftragen bei einem eckigen Gesicht
Bei markanter Kieferpartie funktioniert eine runde, weich ausgearbeitete Platzierung mittig auf dem Wangenapfel am besten. Verzichte auf harte diagonale Striche, sie betonen die Kanten zusätzlich. Die Wangenknochen hervorheben kannst du hier dezent mit etwas Highlighter oberhalb der Rougefläche
Welches Rouge passt zu dir? Textur und Farbton
Zwei Entscheidungen stehen vor dem Kauf an, und sie haben nichts miteinander zu tun: Die Textur richtet sich nach deinem Hauttyp, der Farbton nach deinem Hautton.
Puder, Creme oder Liquid: die Textur nach Hauttyp
Puder-Rouge ist der Klassiker für normale bis fettige Haut, es mattiert leicht und verzeiht Dosierfehler. Creme-Rouge schmilzt auf trockener und reifer Haut regelrecht ein und hinterlässt einen frischen Schimmer, auf stark glänzender T-Zone hält es dagegen schlechter. Flüssiges Rouge ist am stärksten pigmentiert und am langlebigsten, verlangt aber Tempo beim Verblenden, weil es schnell antrocknet.
| Textur | Ideal für welchen Hauttyp? | Vorteile | Empfohlenes Tool |
|---|---|---|---|
| Puder-Rouge | Normale bis fettige Haut | Mattiert leicht, lässt sich in Schichten aufbauen, verzeiht Dosierfehler | Weicher, abgerundeter Rougepinsel |
| Creme-Rouge | Trockene und reife Haut | Verschmilzt mit der Haut, frischer Schimmer, kein Absetzen in Fältchen | Fingerspitzen oder feuchtes Schwämmchen |
| Flüssiges Rouge | Normale bis Mischhaut | Stark pigmentiert, sehr lange Haltbarkeit, sparsam im Verbrauch | Fingerspitzen, zügig verblenden |
Welcher Rougeton passt zu mir?
Für helle Haut und blonde Haare funktionieren zarte Rosé-, Pfirsich- und Apricottöne, kräftige Beerentöne wirken hier schnell wie ein Farbblock. Mittlere Hauttöne tragen warme Korall-, Terrakotta- und Altrosanuancen sehr gut. Auf dunkler Haut kommen erst satte Töne richtig zur Geltung, also Beere, Fuchsia, Kupfer oder ein tiefes Brombeerrot, blasse Nuancen verschwinden dagegen einfach.
Ein einfacher Test: Der Ton, den deine Wangen nach einem Spaziergang in der Kälte annehmen, ist immer eine sichere Wahl.
Rouge auftragen - das ist auch noch wichtig
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Ja, gemeint ist dasselbe Produkt. Rouge ist der ältere französische Begriff, Blush kommt aus dem Englischen und hat sich vor allem bei jüngeren Marken und in der Produktbenennung durchgesetzt. Unterschiede in Formulierung oder Anwendung gibt es keine.
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Für Puder eignen sich Naturhaarpinsel besonders gut, weil die Struktur der Haare Pigment aufnimmt und weich abgibt. Für Creme- und Liquid-Texturen greifst du besser zu Synthetikhaar: Es saugt das Produkt nicht auf und lässt sich leichter reinigen. Wer nur einen Pinsel besitzen möchte, fährt mit einem dichten Synthetikpinsel am flexibelsten.
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Wasche den Pinselkopf lauwarm mit etwas mildem Shampoo oder Pinselreiniger aus, immer mit den Haaren nach unten, damit kein Wasser in die Zwinge läuft und den Kleber löst. Danach die Haare in Form drücken und flach liegend über einer Tischkante trocknen lassen, nie stehend im Becher. Bei regelmäßigem Gebrauch reicht alle zwei Wochen.
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Halt dich zurück und bleib in der gleichen Farbfamilie. Zu einem blaustichigen Rot passt ein kühles Rosé, zu einem warmen Orangerot ein Pfirsich- oder Korallton. Wichtig ist die Menge: Bei kräftigen Lippen reicht ein Hauch Farbe auf den Wangen, sonst konkurrieren beide Partien miteinander.
Ob Puder, Creme oder flüssig: Welche Textur und welcher Ton zu dir passen, zeigt sich am schnellsten direkt auf der Haut. In den YBPN Parfümerien kannst du dich beraten lassen, verschiedene Nuancen nebeneinander testen und das passende Rouge direkt mitnehmen. Unsere Beauty Professionals freuen sich über deinen Besuch!