Pflege
Frau schläft in Schaumbad
© Ariel Skelley/Getty Images

Zeit für ein Entspannungsbad!

Die Welt spricht von Entschleunigung – und dreht sich trotzdem doppelt schnell. Unser Tipp: Anhalten und dem Stress bei einem duftenden Entspannungsbad gepflegt entfliehen.

Wer noch nichts von dem dänischen Lebensstil „Hygge“ gehört hat, hat einen wichtigen Trend verpasst. Das entspannte Lebensgefühl unserer nordischen Lifestyle-Vorbilder beruht auf lässiger Gesellig-, Gemütlich- und Behaglichkeit und der vollkommenen Abkehr von dem Anspruch auf Perfektion. Wer jetzt einfach regelmäßig die Tür hinter sich schließt, um eins mit sich zu sein und bei einem Entspannungsbad abzutauchen, kann ganz ruhig ins neue Jahr starten.

Das bestätigt auch eine aktuelle Forsa-Umfrage, in der 80 Prozent der Befragten angeben, Baden sei für sie der Inbegriff purer Entspannung. 37 Prozent der Wannennutzer hören übrigens Musik, während sie abtauchen, 30 Prozent lesen im Badewasser, während 27 Prozent die Zeit für Pflegeanwendungen wie Peelings, Rasur und Masken nutzen. 11 Prozent nehmen ein Glas Wein mit in die Badewanne, 10 Prozent den Laptop, um die Lieblingsserie zu schauen. Und, na klar, um es auch schön hyggelig zu haben, zünden etwa 21 Prozent mindestens (!) sieben Kerzen an!

Der Bade-Knigge – die richtige Wassertemperatur

So geht Baden richtig: Obwohl es verlockend ist – Experten raten von stundenlangem im Wasser dümpeln ab. Maximal 15 Minuten dürfen es sein, um die Entspannung nicht zur Belastung für den Körper werden zu lassen. Die Wassertemperatur beträgt optimalerweise etwa 38 Grad, höhere Gradzahlen lassen den Effekt des Entspannungsbades verpuffen, gehen auf den Kreislauf und auf Kosten der Haut. Ein optimal temperiertes Bad entfaltet seine volle Wirkung und stärkt die Abwehrkräfte, lindert Schmerzen, beruhigt die Nerven und erleichtert das Einschlafen. Der beste Zeitpunkt für ein entspannendes Bad ist nicht nur deshalb kurz vor dem Zubettgehen: so komplett aufgewärmt schläft es sich einfach wunderbar.

Übrigens wächst das Bade-Bedürfnis nach Wärme und Wohlfühlen mit dem Alter: Menschen ab 30 gehen öfter als einmal die Woche baden – häufiger als Jüngere. Für Schwangere gelten übrigens Sonderregeln: Maximal 34 Grad darf das Wasser für ein Entspanungsbad warm sein. Zu heiße Bäder können wehenfördernd wirken, ebenso bestimmte Badearomen, wie zum Beispiel Zimt.

Farben, Düfte und ihre Wirkung – Wellness pur

In der Erkältungszeit sind Kräuterbäder mit Eukalyptus, Kamille und Thymian sehr beliebt, weil sie den Atemwegen gut tun. Unruhige Geister entspannen bei beruhigendem Lavendel oder Melisse. Wer ein Stimmungstief hat und unter der Winterdepression leidet, kann das Gemüt mit ätherischen Zitrus-Aromen pushen.

Erstaunlich, dass es den meisten Menschen vollkommen unwichtig ist, welche Farbe das Badewasser hat –  diese Wirkung ist nämlich absolut nicht zu unterschätzen. Gelb und Rot haben einen belebenden Effekt auf das Nervensystem, was gerade in der tristen, grauen Jahreszeit gut tut. Dunkle Töne wie Blau, Violett oder Grün wirken entspannend und bieten den Komm-mal-runter-Effekt.

Schaum, Öl oder Salz: Der richtige Badezusatz

Generell sind Schaumbäder die All-time-Favourites unter den Badezusätzen - insbesondere bei Männern! Erst weit danach folgen Gesundheitsbäder, Salze, Öle und Cremebäder. Nur sehr selten wird ganz ohne Badezusatz abgetaucht. Während Schaum und Salz die Feuchtigkeitsreserven der Haut angreifen, bietet ein Öl rückfettende Effekte, sprich: Wer in Öl badet, kann dies sehr viel häufiger tun als ein Schaumschläger, ohne der Haut unangenehm auf die Pelle zu rücken. Aber: Es ist viel weniger die Textur des Badezusatzes, die bei den persönlichen Vorlieben von Wannenfans eine Rolle spielt – der Duft entscheidet!

Detox in der Badewanne

Gerade während der Partysaison des Jahres haben viele das Bedürfnis, ihren Körper zu entgiften. Während des Badens öffnen sich die Poren der Haut und mithilfe reinigender Badezusätze, wie zum Beispiel Aktivkohle oder Seetang, kann die Haut in ihrer Funktion als großes Entgiftungsorgan aktiv werden. Bei diesem Prozess gehen der Haut aber auch wichtige Fette verloren, deshalb sollte immer ein rückfettendes Öl mit ins Badewasser gegeben werden. Tipp: Super natürlich und ein echtes Allroundtalent ist Kokosöl.

Cremen, cremen, cremen: So funktioniert die After-Bath-Party

Wer beim Entspannungsbad nicht auf Öl gesetzt hat, sollte danach eine reichhaltige Bodylotion auftragen, um den Säureschutzmantel der Haut wieder zu stärken. Noch intensiver: Ein Bodyoil auf den noch feuchten Körper geben und einmassieren, das schließt die Feuchtigkeit in der Haut ein. Die Füße großzügig eincremen und in warme Socken stecken, denn jetzt gilt vor allem eins: Bloß nicht frieren! Ein dicker Bademantel multipliziert das Wohlgefühl.

Wie lange bleibt die Entspannung?

Hoffentlich mindestens bis zum nächsten Winter-Feier-Event! Damit Ihnen die Entspannung auch am nächsten Tag noch gut zu Gesicht steht, sollten Sie während des Bades eine reichhaltige Maske auftragen und genießen. Am nächsten Morgen den Augenbereich mit einem Concealer zum Strahlen bringen. Mit einer lichtreflektierenden Foundation den Teint ebnen und ein softes Rouge auf den höchsten Punkt der Wangenknochen applizieren. Tipp: Die Wimpern nur am oberen Lidrand tuschen, das öffnet den Blick!

Und wenn sich der Akku doch langsam wieder dem Nullpunkt nähert: Bis zum nächsten Entspannungsbad ist es garantiert nicht weit!

Weitere Artikel