Flechtfrisuren leicht gemacht: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selbermachen
Geflochtene Haare sind zurück und schöner denn je. Wir zeigen dir, wie du die schönsten Flechtfrisuren mit ein wenig Übung selbst nachstylen kannst.
von Marlene Burba
19. Februar 2017
Unsplash / Brock Wegner
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Egal ob für die Wiesn, die Hochzeit, das nächste Festival oder auch für den Sport: Flechtfrisuren sind gerade unser liebstes Styling-Thema. Sie sehen aufwendig aus, sind aber mit ein bisschen Übung schnell selbst gemacht.
Wir zeigen dir die schönsten Techniken zum Haare-Flechten – von einfachen Varianten für Anfängerinnen bis zu Looks, die auch bei kurzen Haaren funktionieren.
Warum liegen geflochtene Haare im Trend?
Geflochtene Zöpfe haben gerade ihr großes Comeback auf den Straßen und in den sozialen Netzwerken. Kein Wunder: Flechtfrisuren sind vielseitig, halten den ganzen Tag und lassen sich super individuell stylen – locker und undone oder straff und clean.
Ein weiterer Pluspunkt: Flechtfrisuren schonen dein Haar, weil sie die Strähnen vom Gesicht fernhalten und so vor Hitze und Reibung schützen. Perfekt also für die wärmeren Monate, fürs Festival oder für sportliche Trainingstage.
Welche einfachen Flechtfrisuren eignen sich für Anfänger?
Du hast noch nie geflochten? Kein Problem. Diese drei Klassiker gehören zu den einfacheren Flechtfrisuren für Anfänger und sind mit etwas Übung schnell verinnerlicht.
Der Klassiker: Französischer Zopf Schritt für Schritt
Der französische Zopf ist die Basis für unzählige andere Flechtfrisuren – wer ihn beherrscht, hat schon fast alles gelernt.
- Nimm am Oberkopf eine Strähne und teile sie in drei gleich große Teile.
- Beginne ganz normal zu flechten: rechts über die Mitte, dann links über die Mitte.
- Nimm bei jedem Überkreuzen eine kleine, zusätzliche Strähne vom Haaransatz dazu.
- Wiederhole das bis zum Nacken.
- Flechte die restlichen Längen als normalen Zopf weiter und fixiere mit einem Haargummi.
Schöne Variante: Für einen Bauernzopf-Look flechtest du zwei französische Zöpfe symmetrisch links und rechts vom Scheitel – ein echter Klassiker, der gerade wieder überall zu sehen ist.
Der Coole: Boxer Braids selber machen
Boxer Braids basieren auf den holländischen Zopf – auch Dutch Braid genannt. Der Unterschied zum französischen Zopf: Die Strähnen werden nicht übereinander, sondern untereinander gelegt, wodurch der Zopf plastisch nach oben hervortritt.
- Ziehe einen geraden Mittelscheitel.
- Teile eine Haarpartie am Ansatz in drei Strähnen.
- Kreuze die äußeren Strähnen jeweils unter der mittleren Strähne hindurch, statt sie darüberzulegen.
- Nimm bei jedem Kreuzen zusätzliches Haar aus dem Ansatz auf und flechte eng am Kopf entlang weiter.
- Führe den Zopf bis in die Spitzen weiter und binde ihn ab.
- Wiederhole auf der anderen Kopfseite.
Für einen besonders cleanen Look kämmst du die Strähnen vor dem Flechten glatt und fixierst den Ansatz mit etwas Gel. Wer es auffällig mag, der kann auch farbige Strähnen einflechten – zum Beispiel für ein Konzert oder Festival.
Der Elegante: Fischgrätenzopf leicht gelernt
Der Fischgrätenzopf sieht kompliziert aus, kommt aber komplett ohne die klassische Drei-Strähnen-Technik aus. Du flechtest quasi von außen nach innen:
- Teile das Haar in zwei gleich große Partien.
- Nimm von der äußeren Seite der rechten Partie eine dünne Strähne ab.
- Kreuze sie über die rechte Partie zur linken Partie.
- Nimm nun von der äußeren Seite der linken Partie eine dünne Strähne und kreuze sie zur rechten Partie.
- Wiederhole abwechselnd bis zu den Spitzen und binde den Zopf ab.
Je feiner die Strähnen, desto detaillierter und eleganter wirkt der fertige Fischgrätenzopf.

Wie gelingen Flechtfrisuren bei kurzen Haaren?
Auch mit Bob oder Long Bob musst du auf geflochtene Haare nicht verzichten. Bei kurzen Längen funktionieren vor allem kleine Flechtfrisuren am Ansatz besonders gut, zum Beispiel:
- Ein schmaler holländischer Zopf entlang des Seitenscheitels, der die kürzeren Partien elegant zurückhält
- Zwei kleine Mini-Boxer-Braids am Vorderkopf, kombiniert mit offenen Längen
- Ein geflochtenes Haarband, das quer über den Kopf verläuft und mit Kirby-Grips fixiert wird
Der Trick bei kurzen Haaren: Arbeite mit engen, straffen Flechtpartien nah am Ansatz, damit auch kürzere Strähnen sich nicht wieder lösen.
Welche Tools erleichtern das Haare-Flechten?
Mit dem richtigen Handwerkszeug gelingen Flechtfrisuren gleich viel leichter:
- Spitzkamm: für exakte, gerade Scheitel als Basis jeder Flechtfrisur
- Kleine Haargummis in Haarfarbe: damit die Übergänge unsichtbar bleiben
- Haarwachs oder Edge-Gel: zähmt Fransen und kurze Haare am Ansatz
- Trockenshampoo: gibt glattem Haar mehr Griff und Halt beim Flechten
- Haarspangen (Kirby-Grips): unverzichtbar, um kürzere Partien oder Flechtfrisuren am Ansatz zu fixieren
Unser Tipp: Flechte nie mit frisch gewaschenen Haaren, da sie weniger Griff haben als Second Day Hair!