Pflege
Frau mit braunem Zopf schaut sich mit Lupe ihre Haarspitzen an
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Beauty Mythen auf der Spur: Was ist wahr und was nicht?

Beauty Mythen gibt es unendlich viele. Oft ist etwas Wahres dran – oft sind sie schlichtweg falsch. Was stimmt, was nicht? YBPN deckt auf.

Bestimmt kennen Sie mindestens zwei Beauty-Mythen, die Sie schon als Kind gehört haben. Zum Beispiel, dass die Haare durch 100 Bürstenstriche am Tag besonders toll glänzen. Oder, dass ein Pickel über Nacht verschwindet, wenn man ihn mit Zahnpasta einschmiert. Auch Warnungen gibt es viele. Etwa die, dass Puder die Haut austrocknet oder Nagellack die Nägel nicht atmen lässt. 

Einige dieser Beauty Mythen haben wir sogar so sehr verinnerlicht, dass wir uns ganz selbstverständlich jeden Tag danach richten. Und das, obwohl man sich womöglich nicht immer sicher ist, ob es denn nun wirklich Sinn macht, sich an die inoffiziellen Beautygesetze zu halten. Doch weil gewisse Mythen sich seit so langer Zeit halten, muss ja etwas dran sein – könnte man meinen. In einigen Fällen stimmt das auch, in anderen weniger. 

Wir haben die größten Beauty-Mythen genauer unter die Lupe genommen – für Mein schönstes Ich!

1. Haare an den Beinen wachsen schneller, wenn man sie rasiert

Falsch! Da die Härchen nicht an der Spitze wachsen, sondern unter der Haut, hat die Rasur keinen Einfluss auf das Haarwachstum. Allerdings wirken die nachwachsenden Härchen kräftiger, da sie von der Rasierklinge an der kräftigsten Stelle abgeschnitten werden.

Sie möchten länger Ruhe vor lästigen Härchen haben? Dann wäre eine Haarentfernung mittels Waxing, Sugaring, Laser- oder IPL-Technik genau das Richtige für Sie. So wird das Nachstoppeln der Haare verhindert.

2. Puder trocknet die Haut aus

Jein. Puder wirkt mattierend und fixiert gleichzeitig Make-up. Moderne Produkte enthalten hochwertige und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe, die die Haut optisch ausgleichen und gleichzeitig pflegen. Das Produkt sollte genau auf den eigenen Hauttyp abgestimmt sein.

Da ein Puder für fettige Haut Glanz absorbiert und mit mattierenden Komponenten versehen ist, ist er für die trockene Haut weniger geeignet. Ein Mineralpuder mit Feuchtigkeitsspendern hingegen schützt die Haut vor dem Austrocknen. Bei rauen Stellen oder Trockenheitsfältchen eignen sich cremige Produkte meist am besten.

3. Lässt Nagellack die Nägel nicht atmen?

Falsch! Bei der Nagelpflege wird häufig dazu geraten, regelmäßige Auszeiten einzuhalten, bevor man neu lackiert. Der angebliche Grund: Die Nägel könnten durch die Lackschicht nicht atmen. Diese Aussage ist jedoch nicht wahr, da die Fingernägel aus Horn bestehen – und Horn ist nunmal leblos, kann dementsprechend auch nicht atmen. Die neuen Generationen von Nagellacken schützen die Fingernägel sogar vor Reinigungsmitteln oder vorm Verfärben. Zudem enthalten einige Lacke stärkende Inhaltsstoffe wie Vitamin E, Zink oder Silizium.

4. Haare fetten durch häufiges Waschen schneller nach

Falsch! Das Shampoonieren der Haare kurbelt die Talgproduktion nicht an und verursacht somit auch kein stärkeres Nachfetten. Allerdings kann zu häufiges Haarewaschen mit einem stark entfettenden Shampoo die Kopfhaut reizen oder die Haare austrocknen.

Tägliches Shampoonieren der Haare mit einem milden Shampoo erfrischt und durchblutet die Kopfhaut, wenn das Produkt mit angenehmen Massagebewegungen auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Spülungen und Haarmasken werden hingegen nur auf die Längen und Spitzen aufgetragen. Wer nicht täglich zum klassischen Shampoo greifen will, kann die Haare zwischen den Haarwäschen mit einem angenehm duftenden Trockenshampoo auffrischen.

5. Zahnpasta hilft gegen Pickel

Es gibt Frauen, die auf diesen Beauty-Tipp schwören: Abends ein wenig Zahnpasta auf den Pickel auftragen. Am Morgen soll das Ungetüm dann verschwunden sein. Wir sagen: jein! Zwar enthält Zahnpasta entzündungshemmende und austrocknende Inhaltsstoffe, die einen fiesen Pickel zum Aufgeben bewegen können. Allerdings haben andere Inhaltsstoffe in der Zahncreme – zum Beispiel Menthol – auf der Haut nichts zu suchen und können die Haut reizen.

Bei gelegentlichen Unreinheiten kann ein Anti-Pickel-Stift mit klärenden, beruhigenden und antibakteriellen Inhaltsstoffen ein rascheres Abheilen bewirken. Bei Akne oder nicht abklingenden Entzündungen hilft eine professionelle Gesichtsausreinigung bei der YBPN-Kosmetikerin.

6. Gespaltene Haarspitzen lassen sich kitten

Leider ist auch diese Aussage falsch. Zwar können gespaltene Haarspitzen mit speziellen Fluids temporär gekittet werden, bei der nächsten Haarwäsche sind die Spitzen dann aber wieder gespalten. Hier hilft nur der Gang zum Friseur. Mit einem milden Shampoo und regelmäßigen Haarkuren bleiben die Längen und Spitzen länger vital. Auch starke Hitze sollte vermieden werden. Eine hochwertige Haarbürste mit abgerundeten Noppen schützt die Haaroberfläche vor feinsten Rissen, die später zu Spliss führen.

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