Pflege
Junge, asiatische Frau hält Finger an die Lippen
© View Stock/Getty Images

Die fünf häufigsten Pflege-Irrtümer für die Haut

Sie tun alles für Ihre Haut, doch statt zu strahlen, zeigt diese Unreinheiten, Pickel und Rötungen? YBPN kennt die häufigsten Pflege-Irrtürmer und weiß, wie Sie diese vermeiden.

Kennen Sie das Sprichwort: Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“? Von dieser Erfahrung kann so manche Haut ein Liedchen singen – leider ein trauriges! Da hat man nur das Beste im Sinn und will das größte Körperorgan des Menschen nach bestem Wissen und Gewissen pflegen – und doch geht alles schief: Sei es durch die besonders gründliche Gesichtsreinigung, strenge Diätpläne, eine Überversorgung mit Inhaltsstoffen, ständiger Wechsel oder häufiges Ausprobieren verschiedenster Pflegeprodukte…

Das Resultat ist häufig nicht etwa lupenreine Babyhaut, sondern Unreinheiten, Rötungen und andere Hautirritationen. Unser YBPN-Ratgeber weiß, wie Pflege-Irrtümer bald der Vergangenheit angehören, wo sich Beautynistas oft auf dem Hautpflege-Holzweg befinden, und wie sie sich auf den Weg zu einem 1a-Strahle-Teint machen können. Die allerwichtigste Regel zuerst: Egal, was Sie Ihrer Haut bis dato angetan haben, ärgern Sie sich nicht! Halten Sie sich einfach ab sofort an unser Experten-Know-how – für „Mein schönstes Ich“.

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Die Gesichtsreinigung: sanft, aber effektiv

Das Gesicht muss gründlich gereinigt, und die Haut von Schmutzpartikeln und abgestorbenen Hautschüppchen befreit werden, damit der Teint frisch und gesund strahlt. Aber ist es tatsächlich nötig, ein ganzes Arsenal an Reinigungsprodukten anzuschaffen und zu reinigen, bis buchstäblich der Arzt kommt? Der wird nämlich konsultiert, wenn die Haut durch eine zu intensive Reinigung mit Trockenheit, Schuppen und Rötungen reagiert. Grund hierfür ist der Abbau von Lipidbausteinen aus der Hautschutzbarriere – der natürliche Schutzfilm der Haut wird quasi übereifrig weggeschrubbt.

„Peelings sollten maximal einmal pro Woche verwendet werden.“

Dr. med Susanne Steinkraus Expertin für Ästhetische Dermatologie und Lasermedizin, www.steinkraus-skin.de
Dr. med. Susanne Steinkraus, Expertin für Ästhetische Dermatologie und Lasermedizin

Menschen, die keine allzu fettige Haut haben, können beispielsweise morgens auf die Reinigung mit einem Pflegeprodukt verzichten und guten Gewissens auf klares Wasser setzen. Dr. med. Susanne Steinkraus, Dermatologin aus Hamburg, empfiehlt fettigen Hauttypen, die zu Akne neigen, auch morgens zum Waschgel zu greifen. „Peelings sollten maximal einmal pro Woche verwendet werden, damit der Hautschutzmantel nicht zu stark angegriffen wird“, so die Expertin. Wer sein Reinigungs-Repertoire reduzieren möchte, verzichtet als erstes auf ein Reinigungstonic – nach einer guten Reinigung ist das nämlich nicht unbedingt notwendig.

Schöne Haut von innen: die Ernährung

Kaum jemand schraubt heute nicht an seiner Ernährung, verzichtet auf dies, meidet jenes. Dr. med. Susanne Steinkraus rät zur Vorsicht: „Diäten, bei denen es zu einer Mangelversorgung mit Vitaminen und Spurenelementen kommt, lassen die Haut fahl und müde aussehen. Es können sogar Hautausschläge auftreten.“  Veganer und Vegetarier müssen ihren Eisenhaushalt im Blick behalten. Sinkt der Eisenspiegel im Blut, sieht die Haut ungesund aus. „Für eine gesunde, strahlende Haut sind Vitamine notwendig, die durch Gemüse und Obst geliefert werden. Ganz wichtig ist, viel zu trinken, um die Feuchtigkeitsspeicher der Haut aufzufüllen, damit der Teint frisch und prall wirkt“, empfiehlt die Dermatologin.

„Für eine gesunde, strahlende Haut sind Vitamine notwendig.“

Dr. med Susanne Steinkraus Expertin für Ästhetische Dermatologie und Lasermedizin, www.steinkraus-skin.de
Dr. med. Susanne Steinkraus, Expertin für Ästhetische Dermatologie und Lasermedizin

Ein von @befitfoods geteilter Beitrag am

Konsequent wirksam: Kosmetikprodukten treu bleiben

Großartige Werbeversprechen, eine unglaubliche Auswahl an Pflegeprodukten und die vielen Empfehlungen von Freundinnen, die sich alle kreuz und quer durch die Cremeregale testen, lassen viel mehr Produkte im Einkaufskorb landen, als der Haut tatsächlich gut tut. Wie oft ein neues Pflegeprodukt auf die Haut darf, lässt sich laut Dr. Steinkraus leider nicht pauschal beantworten: „Bei einer gesunden Haut mit intakter Hautschutzbarriere, die ein niedriges Risiko für Irritationen und Unverträglichkeiten hat, kann man häufiger ein neues Produkt ausprobieren als bei einer leicht reizbaren Gesichtshaut.“

„Bei einer gesunden Haut mit intakter Hautschutzbarriere kann man häufiger ein neues Produkt ausprobieren.“

Dr. med Susanne Steinkraus Expertin für Ästhetische Dermatologie und Lasermedizin, www.steinkraus-skin.de
Dr. med. Susanne Steinkraus, Expertin für Ästhetische Dermatologie und Lasermedizin

Frauen mit empfindlicher Haut sollten lieber bei einer Linie bleiben, wenn sie diese optimal vertragen. Dass die Haut zuviel des Guten abbekommen hat, erkennt man nach Frau Dr. Steinkraus an Rötungen, Schüppchenbildung und kleinen entzündlichen Pickelchen – alles Kennzeichen einer sogenannten Irritationsdermatitis. Was dann? Produkt aus der Pflegeroutine verbannen und erst einmal Ruhe einkehren lassen: eine leichte Feuchtigkeitscreme, Reinigung nur mit Wasser und absolutes Make-up-Verbot!

Auf Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten achten

Mit der Gesichtspflege kann man es ganz klar übertreiben: Serum, Sonnenschutz, Kur, Maske, Konzentrate, Tages- und Nachtcremes, Sprays…  Oft ist viel weniger aber sehr viel mehr. Die Haut ist durch zu viele Inhaltsstoffe schnell restlos überfordert. Bitte unbedingt merken: „Creme-Layering macht nur dann Sinn, wenn die leichteste Textur zuerst, und die fettigste Creme zuletzt aufgetragen wird. Die Wirkstoffe können sonst nicht optimal von der Haut aufgenommen werden.“

Pflege passend zum Alter auswählen

Das Alter spielt keine Rolle? Und ob! Viele Frauen benutzen viel zu früh viel zu reichhaltige Cremes. Andere denken auch in gehobenem Alter noch, eine simple Feuchtigkeitspflege wäre vollkommen ausreichend, um Linien und Fältchen in Schach zu halten. Dr. med. Susanne Steinkraus erklärt, dass der Östrogenspiegel mit fortschreitendem Alter  sinkt, wodurch die Talgproduktion der Haut reduziert wird. Die Folge ist immer trockener werdende Haut. „Eine Frau von vierzig Jahren braucht also eine reichhaltigere Pflege mit höherem Lipidanteil, als eine Zwanzigjährige. Spätestens ab dreißig sollte die Pflege antioxidative Wirkstoffe enthalten, um der Hautalterung entgegen zu wirken.“

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