Mindful Beauty: Dry January – nur ein netter Hashtag?

Der Dry January klingt nach Trendwort, doch eigentlich steckt dahinter ein ernstes Thema. Warum ein alkoholfreier Monat gut tut – und wo er an seine Grenzen kommt.

von Marlene Burba

11. Januar 2026

Schattenhände greifen nach Gläsern

Unsplash / Adolfo Félix

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Mindful Beauty

Willkommen bei Mindful Beauty, unserer neuen YBPN Kolumne rund um bewusste Schönheit, Selfcare und Achtsamkeit – und andere inspirierende Gedanken aus unserer YBPN Redaktion!

Jedes Jahr, pünktlich zum ersten Glas Wasser nach Silvester, taucht er wieder auf: der Dry January

Ein Begriff, der 2014 in England geboren wurde, als das dortige Gesundheitssystem versuchte, dem nüchternen Verzicht einen sexy Marketing-Anstrich zu verpassen. 

Ein Monat ohne Alkohol, angelehnt an Sport-Challenges und Detox-Wellen. Und ja, ich sehe schon den Appeal: Ein klarer Start ins Jahr, ein definiertes Ziel, ein spürbarer Effekt.

Warum wir eigentlich keinen Monats-Hashtag brauchen (sollten)

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, warum wir überhaupt ein Kampagnenwort brauchen, um etwas zu tun, das selbstverständlich sein sollte. 

Wenig bis kaum Alkohol zu trinken sollte unser Normalzustand sein – nicht die Ausnahme, die wir uns wie eine disziplinierte Heldinnentat auf die To-do-Liste schreiben. 

Denn wir wissen alle: Alkohol ist schädlich. Für Haut, Schlaf, Stoffwechsel, Immunsystem – eigentlich für alles, was uns als Beauty- und Health-Liebhaberinnen wichtig ist.

Ein Monat kein Alkohol: Challenge und Realität

Natürlich, jede von uns weiß selbst am besten, wie viel sie trinkt und was sie verträgt. 

Aber ich ertappe mich immer öfter dabei, wie absurd die Logik dahinter ist: Elf Monate mehr oder weniger unreflektiertes Gläschen-hier-und-da, und im Januar dann das große Gutmach-Event? 

Da stelle ich mir schon die Frage: Hat ein Monat ohne Alkohol einen Effekt? Die Wissenschaft sagt ja – zumindest kurzfristig. Leberwerte können sich verbessern, der Stoffwechsel beruhigt sich, die Haut gewinnt an Glow. 

Aber langfristig zählt eben nicht ein Monat, sondern die Haltung dahinter.

Warum ein alkoholfreier Monat trotzdem gut tut

Trotz meiner Skepsis möchte ich den Dry January nicht abtun. Denn es fühlt sich gut an, das Jahr bewusst klar zu starten. 

Fast wie ein Reset, der Dir zeigt, wie sehr Alkohol Deinen Alltag beeinflusst – und wie befreiend es sein kann, wenn er mal keinen Platz hat. 

Für viele ist dieser Monat das Sprungbrett, um Gewohnheiten wirklich zu hinterfragen. Manchmal verändert sich dadurch mehr, als man vorher gedacht hätte.

Dryjanuary 2026: Vom Trend zum neuen Mindset

Vielleicht ist genau das der wahre Wert des Dry January: nicht der Hype, sondern die Erkenntnis, wie gut es Dir ohne Alkohol geht. 

Und wer weiß – vielleicht wird aus vier Wochen ein neues Gefühl für Dich und Deinen Körper. Ein Mindset, das weit über den Januar hinaus wirkt.

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