Parfum
Parfum Flakon mit Duftrichtungen
© New Africa / Getty Images

Duftpyramide – das steckt hinter Kopfnote & Co.

Immer wieder liest man von der Duftpyramide. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Tauchen Sie mit uns ein in die faszinierende Welt der Parfümeure.

Duftpyramide – zunächst mag dieses Wort ein wenig geheimnisvoll klingen. Doch wirklich geheimnisvoll ist diese Duftpyramide eigentlich nicht, faszinierend dafür umso mehr.

Trocken betrachtet handelt es sich dabei um den Aufbau eines klassischen Dufts.

Damendüfte
Marc Jacobs Daisy Eau so Fresh E.d.T. Nat. Spray 75 ml

Da dieser aus bis zu 250 verschiedenen Komponenten und vielen Duftnoten besteht, ist das gekonnte Zusammenführen der einzelnen Noten ein Meisterwerk.

Immerhin sollen die vielen Duftrichtungen nicht alle auf einmal in die Nase steigen, sondern ihren Zauber nacheinander entfalten und aufeinander aufbauen.

Die Duftpyramide und ihre drei Phasen

Die Duftpyramide ist in drei Bereiche aufgeteilt: Kopfnote, Herznote, Basisnote. Diese bilden die unterschiedlichen Phasen eines Dufts.

Sicherlich haben Sie bereits erlebt, wie ein Duft sich nach dem Auftragen entfaltet. Womöglich ist er zunächst spritzig, und zuletzt gesellt sich ein Hauch verführerische Vanille oder eine warme Sandelholznote dazu.

Verantwortlich für diese Duftreise, die uns besondere Parfums bescheren, sind Kopfnote, Herznote, Basisnote.

Gelingt es dem Parfümeur, diese drei Phasen der Duftentwicklung meisterhaft aufeinander aufzubauen, wird seine Kreation sehr wahrscheinlich in denjenigen, die das Parfum riechen, etwas auf emotionaler Ebene auslösen.

Vielleicht eine Erinnerung, Sehnsucht, Begeisterung, Ekstase, das Gefühl von Sicherheit oder Entspannung, Abenteuerlust – hier spielen die Duftrichtungen der drei Stufen eine große Rolle.

Doch schauen wir uns Kopfnote, Herznote und Basisnote genauer an, um zu verstehen, wie und warum Parfums in ihren Bann ziehen.

Duftpyramide – die Kopfnote

Direkt nach dem Aufsprühen eines Parfums wird die Kopfnote wahrgenommen. Diese bildet den Auftakt des olfaktorischen Spektakels.

In der Duftpyramide befindet sich die Kopfnote ganz oben an der Spitze. Je nach Duftrichtung sind es meist frische und spritzige Noten wie Zitrus, Minze oder grüne Noten, die die Kopfnote im Parfum so belebend machen.

Sie öffnet sozusagen das Tor zu dem, was uns in den nächsten Duftphasen erwartet. Deshalb ist sie auch am kürzesten wahrzunehmen, denn die Kopfnote eines Parfums hat die Aufgabe, uns in die Welt des jeweiligen Dufts zu locken.

Dann überlässt sie jedoch der zweiten Duftphase die Bühne, der Herznote.

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Paco Rabanne Olympéa E.d.P. Nat. Spray

Die Herznote in der Duftpyramide

Hat die Kopfnote ihre überaus wichtige Aufgabe erfüllt, übernimmt die Herznote das Zepter. Sie empfängt uns oft mit warmen, floralen oder saftigen Beerennoten.

Die Herznote holt uns in diesen duftenden Raum, in dem wir verweilen möchten – wenn uns die Duftrichtung gefällt.

Der Name verrät es, diese Phase bildet das Herz eines Parfums und prägt seinen Charakter maßgeblich. Deshalb ist sie auch länger wahrzunehmen, als die spritzige Kopfnote.

Die Aufgabe der Basisnote im Parfum

Genau wie ein Haus ein gutes Fundament benötigt, steht auch die Duftpyramide auf einem besonderen Grund.

Die Basisnote trägt Herznote und Kopfnote, rundet das Zusammenspiel der ersten beiden Phasen mit ihrem Charme gekonnt ab.

Oft ist die Basisnote im Parfum geprägt von warmen Duftnoten wie Vanille, Moschus, Gewürzen oder Hölzern wie Sandelholz. Zuweilen sind es auch rauchige Komponenten wie Leder oder Tabak.

Die Basisnote verleiht dem Parfum etwas Tiefgründiges, Erdendes. Zudem kann sie Aromen aus Herz- oder Kopfnote binden und so für ein ganz besonderes Zusammenspiel der Duftphasen sorgen.

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Jean Paul Gaultier Classique E.d.T. Nat. Spray

Diese dritte Phase der Duftpyramide ist besonders lange wahrzunehmen. Ihrer Aufgabe, ein starkes Fundament zu bilden, das ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit schenkt, kommt die Basisnote mit viel Gefühl nach.

Ein wenig verhält es sich mit Parfums also wie mit der Liebe: Sie beginnt zart und aufregend, geht dann in die Phase des absoluten Glücks über und wird im besten Fall zu dem Ort, an dem wir uns besonders wohl und sicher fühlen.

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