Pflege
Junge Frau mit Blumen im Haar und natürlichem Make-up
© Getty Images

Nischenkosmetik – Leidenschaft für natürlich schöne Haut

Beauty-Pioniere aufgepasst! In kleinen Laboren wird Nischenkosmetik entwickelt, die mit kostbaren Inhaltsstoffen und coolem Design punktet. YBPN stellt die interessantesten Marken vor.

Nachhaltig gesunde, strahlend schöne und jugendliche Haut – wer wünscht sich das nicht. Über den Weg zum Erfolg kann man streiten. Oder viel besser: mit kreativen Ideen und wissenschaftlicher Expertise überzeugen! Unabhängige kleine Beautyfirmen, zuerst oft von Celebrities entdeckt und als Geheimtipp gehandelt, finden immer mehr Liebhaber. Das mag auch am coolen und hochwertigen Design liegen, in dem sich die Biohightech-Gesichtspflege präsentiert.

Im Herzen der Formeln schlagen aber vor allem Begeisterung für die Kraft der Natur, unbändiger Forschergeist, und das Wissen, beides für eine natürliche Schönheit effektiv vereinen zu können.

Außerdem immer auf der Zutatenliste erfolgreicher Nischen-Produkte: eine ordentliche Portion Eigensinn!

Kosmetik mit dem Können der Natur

Wenn Tim Schyberg einmal in Fahrt kommt, stoppt ihn so leicht niemand. Der international renommierte Biochemiker brennt für seine Arbeit, seine Kosmetik, und vor allem für seine „Rakete“ – so nennt er die Luxusserie „Beauty of North“, die die Starprodukte von TROMBORG führt.

Lange Zeit für die Großen in der Industrie tätig, agiert er seit 2006 als Master Mind hinter der dänischen Pflege- und Make-up-Linie TROMBORG, die seine Frau Marianne Tromborg gründete. „Wir verwenden Extrakte von Pflanzen, die wir „Wild Type“ nennen. Eine Ur- oder Wildform der Pflanze, die in einem Zustand vorliegt, wie er natürlicherweise durch die Evolution entstanden ist."

Hunderte oder tausende Jahre bevor der Mensch sie überhaupt entdeckt hat, ist die Pflanze in ihrem natürlichen Umfeld gewachsen. Sie musste kreativ, widerstands- und anpassungsfähig sein, starke energiereiche Strukturen bilden, und eine Fülle an Antioxidantien, in hoher Konzentration und Menge, um in dieser Umgebung zu überleben. Sie war und ist auf sich gestellt. Sie wird nicht vom Menschen kultiviert. Natur in ihrer wahrhaftigsten Form.

„Ätherische Öle agieren als Dirigenten und Botenstoffe in der Pflanze.“

Tim Schyberg, Marianne Tromborg und Creative Director Michael Wendt
Tim Schyberg, Biochemiker und Mitinhaber der dänischen Marke Tromborg

Entdeckt haben Schyberg und sein Team diese Wildformen in den abgelegenen Gebieten Nord Amerikas: in North Dakota, an der Grenze zu Kanada. Dort werden sie schonend geerntet und ihr Bestand sofort wieder aufgefüllt.

Kombiniert mit neuesten biotechnologisch erzeugten Peptiden, ätherischen Ölen, Biovektoren und vielem mehr, entfalten die Extrakte aus diesen Pflanzen ihren umfassenden Anti-Aging-Effekt im Starprodukt der Serie, der „Anti-Aging Molecular Messenger Cream“.

„Wussten Sie, dass ätherische Öle als Dirigenten und Botenstoffe in der Pflanze fungieren?” fragt Schyberg gern. „Man sagt, ätherische Öle seien das Blut der Pflanzen. Sie sorgen für die Bereitstellung der tatsächlich benötigten Vitamine und Enzyme, und regulieren ihre Funktionen."

Diese Fähigkeiten entfalten die Öle, wenn sie exakt dosiert und konzentriert sind, auch in der Haut. Außerdem schützen sie vor allergischen Reaktionen. Schyberg selbst ist hochgradig allergisch und weiß, dass es dabei auf die richtige Konzentration ankommt. Wie gesagt, Herr Schyberg ist nicht zu bremsen. Nur eines würde er nie preisgeben: Wo genau die Urformen der Pflanzen – seine „Wilden Typen“ – wachsen.

„Für revolutionäre Lösungen braucht es vor allem bedingungslose Leidenschaft.“

Wolfgang Rindchen, Geschäftsführer EBENHOLZ
Wolfgang Rindchen, Gründer von EBENHOLZ skincare

Pflege-Expertise aus persönlichen Gründen

Enorme Motivation und eine bemerkenswert unbedingte Leidenschaft treiben auch Wolfgang Rindchen an. 15 Jahre lang war der Gründer von EBENHOLZ, Sohn einer Kosmetikerin und eines Allergologen, als Konsumentenforscher in der Pharmabranche unterwegs und leitete Forschungs- und Beratungsprojekte für einige der weltweit größten Konzerne.

Schon früh suchte er nach der besten Pflege für sensible Haut, denn seit seiner Kindheit leidet Rindchen unter starker Neurodermitis. Sein Ehrgeiz: heilende, hochwirksame Essenzen der Bäume, die in nahezu allen Kulturkreisen genutzt werden, in Zusammenarbeit mit weltweit anerkannten Forschern zu hochwirksamer Pflege für sensible Männerhaut zu entwickeln.

Drei Jahre dauerte es, bis die weltweit erste natürliche Hautpflegeserie für den Mann, exklusiv aus deutschen Wäldern, aus kontrolliert biologischem Anbau, gelang. Ebenholz Skincare optimiert mit Biotechnologie Essenzen aus Kastanie, Birke und Eiche zu unkomplizierter Pflege, ist dazu vegan, hypoallergen, frei von PEG, Paraben, Silikon und synthetischen Farben. Ein Statement. Auch optisch: Rindchen füllt seine Formeln ausschließlich in wiederverwertbares Schwarzglas und Holz, das nur mit Feuer behandelt wurde.

Der Nischenkosmetik-Pionier

Als Urvater der Beautytüftler gilt der Dermatologe Dr. Erno Laszlo. Der gebürtige Ungar gründet Anfang der 1920er Jahre in Berlin, gerade mal 23 Jahre alt, einen neuen Wissenschaftszweig: die Kosmetologie. Aus der ganzen Welt reisen die Schönen, Berühmten und Reichen an, ab 1927 in sein Institut in Budapest, ab 1939 nach New York.

Dabei stellt Laszlo die bisherige Pflege der Haut auf den Kopf, entwickelt einzigartige Formeln auf pflanzlicher Basis und gibt sich gnadenlos. Minimales Abweichen von seinen Ritualen (legendär das „Splashen“, die Doppelreinigung mit Öl und Seife) ahndet er mit dem Abbruch seiner Behandlung. Jackie Kennedy, Audrey Hepburn, Ava Gardner, Marilyn Monroe, Greta Garbo, Katherine Hepburn und Grace Kelly, später Barbra Streisand und Diane Keaton, folgen willig.

Derart nachhaltig können Ingredienzen wie Leidenschaft und Eigensinn wirken.

„Er war ein Visionär, ein Pionier. Auch unsere heutige Pflege basiert auf seinen Ideen.“

Charles Denton
Charles Denton, Seit sieben Jahren Inhaber der Marke Erno Laszlo

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