Beautyfrage: Was fehlt dem Haar bei Frizz?
Spröde Haare, raue Spitzen? Frizz ist vorallem ein Pflegeproblem. Wie man gezielt gegensteuern kann und was man dringlichst vermeiden sollte.
von Birgit Brycz
27. Januar 2026
© Boy_Anupong / Getty Images
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Glänzendes, gesundes Haar? Hätten wir alle gern. Doch das Gegenteil kennen viele nur zu gut: Frizz. Diese fliegenden, widerspenstigen Haare, die sich kaum bändigen lassen, treten besonders bei Feuchtigkeit, Hitze oder falscher Pflege auf.
Frizz Haare sind dabei kein Zufall, sondern ein klares Signal: Deinem Haar fehlt etwas. was genau das ist, welche Produkte Deinem Haar hilft und was Du besser vermeiden solltest.
Denn Frizz ist vorallem ein Pflegeproblem. Wer versteht, warum Frizz entsteht, kann gezielt gegensteuern und die Haarstruktur nachhaltig verbessern.
Frizz – Ursache und Entstehung
Frizz entsteht, wenn die äußere Schuppenschicht des Haares (die Cuticula) geöffnet oder beschädigt ist. Gesunde Haare haben eine glatte, geschlossene Struktur, die Feuchtigkeit im Haar speichert. Bei Frizz Haaren hingegen ist diese Schutzschicht aufgeraut – Feuchtigkeit aus der Luft dringt ein, das Haar quillt auf, verliert seine Form und beginnt sich zu kräuseln.
Das unschöne Ergebnis: fliegende Längen, trockene Spitzen, stumpfer Glanz und fehlende Definition.
Was fehlt dem Haar bei Frizz?
Die wichtigste Antwort: Feuchtigkeit, Lipide und Schutz. In der Tat sind Frizz Haare sind fast immer feuchtigkeitsarm. Das Haar ist von innen trocken und versucht, Wasser aus der Umgebung aufzunehmen – genau das verursacht das typische Aufquellen und die unkontrollierte Struktur.
Gesundes Haar dagegen besitzt eine natürliche Lipidschicht, die es schützt und geschmeidig hält. Bei Frizz fehlt diese Schutzbarriere. Das Haar wird rau, porös und anfällig für äußere Einflüsse.
Proteine wie Keratin sind die Bausteine der Haarstruktur. Sind sie geschädigt, verliert das Haar Stabilität, Elastizität und Form – und Frizz entsteht schneller.
Typische Ursachen für Frizz Haare
Doch wie entsteht denn Frizz genau und wie kann man vorbeugen?
Die typischen Frizz-Fallen: Glätteisen, Föhn und Lockenstab sind oft zu heiß. Auch chemische Behandlungen wie Färben und Blondieren. Auch UV-Strahlung, falsche Pflegeprodukte, eine mechanische Reibung durch Schals oder Handtücher sowie trockene Raumluft und hohe Luftfeuchtigkeit können Verursacher sein. Kommen gar mehrere Komponenten zusammen, hilft nur noch gegensteuern.
Frizz ist also oft hausgemacht – durch Stylingroutinen, die die Haarstruktur langfristig schädigen.
Was hilft also wirklich gegen Frizz?
Unabdingbar sind Hitzeschutzprodukte, die vor dem Stryling großzügig im Haar verteilt werde sollten.
Auch eine Feuchtigkeitspflege für die Haare lohnt sich: Produkte mit Aloe Vera, Glycerin, Hyaluron oder Panthenol versorgen Frizz Haare intensiv mit Feuchtigkeit.
Nährende Öle wie Arganöl, Babassuöl, Jojobaöl oder Kokosöl glätten die Haaroberfläche und stärken die Lipidschicht. Wichtig ist auch, für eine Proteinbalance zu sorgen:
So stabilisieren hydrolysiertes Keratin, Seidenproteine oder pflanzliche Proteine die Haarstruktur.
Achte auch auf eine sanfte Pflege: Sulfatfreie Shampoos, silikonfreie Leave-ins und feuchtigkeitsspendende Masken helfen, die natürliche Schutzbarriere des Haares zu regenerieren.
Frizzy-Fazit
Was dem Haar bei Frizz fehlt, ist schlicht und einfach mehr Pflege, mehr Schutz und mehr Feuchtigkeit.
Frizz entsteht nicht zufällig. Dem Haar fehlt ganz einfach Balance. Mit der richtigen Pflege, sanften Routinen und vorallem gezielten Wirkstoffen lassen sich Frizz Haare wieder in eine gesunde, glänzende und geschmeidige Haarpracht verwandeln.