Mindful Beauty: Sommer macht schön
Am Ende des Sommers fühlen wir uns oft wie die schönste Version unserer selbst – ganz ohne Filter. Warum wir dieses Gefühl feiern sollten – und wie wir es mit in den Herbst retten können.
von Marlene Burba
31. August 2025

Unsplash / Fellipe Ditadi
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Mindful Beauty
Willkommen bei Mindful Beauty, unserer neuen YBPN Kolumne rund um bewusste Schönheit, Selfcare und Achtsamkeit – und andere inspirierende Gedanken aus unserer YBPN Redaktion!
Kaum neigt sich der Sommer dem Ende zu, passiert etwas Seltsames: Ich schaue morgens in den Spiegel – und denke „Wow“. Nicht weil ich besser geschlafen hätte, nicht weil ich auf einmal jeden Abend Yoga mache... sondern weil ich irgendwie... strahle. Mein Teint hat diesen goldenen Glow, die Haare glänzen, die Augen funkeln – und ich frage mich jedes Jahr aufs Neue: Warum fühle ich mich eigentlich am Ende des Sommers am allerschönsten?
Sonne auf der Haut – und im Herzen
Vielleicht liegt’s am Licht. Vielleicht an der Sonne. Vielleicht auch an den unzähligen Stunden, die wir draußen verbracht haben – mit nackten Schultern, offenen Haaren und nackten Füßen im Gras. Unser Körper hat Vitamin D in rauen Mengen getankt – und das sieht man. Die Haut wirkt gesünder, rosiger, ebenmäßiger. Selbst der kleine Pickel, der sich noch im Juni unter der Foundation versteckte, hat irgendwie die Flucht ergriffen. Und die Haare? Haben zwar unter Sonne und Salzwasser gelitten – aber sehen aus wie aus der Beach-Wave-Werbung.
Weniger Make-up, mehr Selbstliebe
Und dann ertappe ich mich jedes Jahr wieder dabei, wie ich im Urlaub von Tag zu Tag weniger Make-up benutze. Erst fällt die Foundation weg, dann das Rouge, irgendwann sogar die Wimperntusche – und plötzlich reicht am Abend ein bisschen Lipgloss, um mich schön zu fühlen. Weil die Haut strahlt, weil ich mich wohlfühle, weil ich mich mag – ganz ohne Schichten, ganz pur. Dieses Gefühl von „Ich bin gut so, wie ich bin“ – das ist der wahre Summer Glow.
Mehr Wasser, mehr Pfirsiche, mehr Leben
Dann ist da auch noch dieser Nebeneffekt des Sommers: Wir trinken mehr. Viel mehr. Eiskaltes Wasser mit Zitrone, Infused Water mit Gurke, Rosé auf der Dachterrasse (ähm ja, zählt auch). Und wir essen frischer: Wassermelone zum Frühstück, Tomaten mit Burrata zum Dinner, dazwischen ein Pfirsich, der nach Urlaub schmeckt. Kein Wunder also, dass wir uns auch so fühlen: leicht, lebendig, irgendwie... schön.
Freundschaften, Lachen und echte Momente
Und natürlich spielt auch das Herz eine Rolle. Im Sommer pflegen wir unsere Kontakte – nicht die auf dem Handy, sondern die echten. Wir verabreden uns wieder öfter, lachen lauter, tanzen länger, leben freier. Und alles, was uns innerlich gut tut, das sieht man eben auch außen. Glück macht schön – das war schon immer so.
Sommer-Glow to go – bitte für immer!
Kein Wunder also, dass wir im Spätsommer diesen ganz besonderen Glow haben. Dieses Gefühl von „Ich bin ganz bei mir“ – leicht gebräunt, leicht beschwipst vom Leben, leichtfüßig durch und durch. Und ja: Man möchte es am liebsten einpacken, mitnehmen, konservieren für graue Herbsttage.
Vielleicht geht das sogar: mit ein bisschen mehr Frischluft, ein bisschen mehr Wasser, ein bisschen mehr echten Momenten. Vielleicht liegt die wahre Beauty-Routine gar nicht im Bad, sondern im Leben.
Und vielleicht erinnern wir uns einfach öfter an dieses Gefühl: Wenn der Sommer uns schön gemacht hat – von innen nach außen. Und wenn das alles nicht hilft, dann greifen wir eben zu kleinen Sommer-verlängernden Beauty Helfern wie Selbstbräuner und Highlighter.