Beautyfrage: Was sind Syndets?
Ein Syndet ist ein seifenfreies Waschprodukt, das mit milden Tensiden hergestellt wird und einen hautfreundlichen pH-Wert hat. Was genau dahintersteckt.
von Birgit Brycz
13. Januar 2026
© ONOKY - Fabrice LEROUGE / Getty Images
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Syndets? Noch nie gehört. Dabei kommen sie häufig in Pflegeprodukten, insbesondere in Seifenprodukten, vor. Wer sich mit dem Thema Hautpflege intensiver beschäftigt, der stößt früher oder später von ganz allein auf den Begriff Syndet.
Was genau sich hinter Syndets verbirgt – und warum Dermatologen besonders bei sensibler Haut verstärkt drauf setzen.
Was ist ein Syndet?
Eigentlich ist der Begriff Synet eine Abkürzung – und steht für „synthetisches Detergens“. Gemeint ist ein seifenfreies Reinigungsprodukt, das nicht durch Verseifung von Fetten entsteht, sondern auf speziell hergestellten Tensiden basiert.
Der Unterschied zur klassischen Seife: Ein Syndet ist so formuliert, dass es den natürlichen Bedürfnissen der Haut deutlich näherkommt als herkömmlihce Seife. Statt den Säureschutzmantel anzugreifen, unterstützt es ihn in seiner Funktion – und reinigt dabei trotzdem gründlich.
Warum ein Syndet hautfreundlicher ist
Unsere Haut besitzt einen leicht sauren pH-Wert von etwa 5,5. Genau hier setzt das Syndet an. Während herkömmliche Seife oft stark basisch ist, liegt ein Syndet im hautneutralen bis leicht sauren Bereich. Das hilft, die Hautbarriere stabil zu halten.
Die Vorteile von Syndets liegen auf der Hand. Oder besser gesagt, auf der Haut:
- Syndets entziehen der Haut weniger Fett
- Haut spannt nicht nach der Gesichtsreinigung oder dem Händewaschen
- Besonders gut für trockene, empfindliche oder zu Irritationen neigende Haut
Kein Wunder also, dass Syndets häufig bei Hautproblemen oder sensibler Gesichtshaut empfohlen werden.
Syndet im Alltag: Wo genau sind sie enthalten?
Ob man's glaubt oder nicht: Syndets begegnen uns heute in vielen Beauty-Produkten. Meist nehmen wie sie gar nicht bewusst wahr. Syndets sind insbesondere in festen Shampoos und Duschstücken, in Duschgels sowie in Waschlotionen für Gesicht und Körper zu finden.
Einfach mal drauf achten: Viele dieser Pflegeprodukte tragen den Hinweis „seifenfrei“. Dahinter steckt in den meisten Fällen genau das: Syndet als milde Reinigungsbasis.
Syndet vs. Seife
Wa genau ist denn nun der Unterschied zwischen Syndet und Seife?
Eine klassische Seife wird aus Fetten und Lauge hergestellt. Das Ergebnis ist ein Reinigungsprodukt mit hohem pH-Wert, häufig zwischen 9 und 10. Für robuste Haut mag das gut funktionieren – empfindliche Haut reagiert dagegen oft mit Trockenheit oder Irritationen.
Ein Syndet hingegen respektiert den natürlichen pH-Wert der Haut. Es reinigt sanft, ohne die schützenden Lipide übermäßig zu entfernen. Das macht es zur deutlich milderen Alternative für die tägliche Pflege.
Ein Syndet ist also besonders gut geeignet für Personen mit sensibler, trockener oder anspruchsvoller Haut. Auch bei häufiger Reinigung, etwa beim Duschen oder Händewaschen, kann ein Syndet helfen, die Haut im Gleichgewicht zu halten.
Unser Syndet-Fazit
Auch wenn der Name wenig glamourös klingt: Ein Syndet ist ein echtes Pflege-Upgrade im Badezimmer. Es verbindet effektive (Gesichts-) Reinigung mit hoher Hautverträglichkeit und passt perfekt zu modernen Beauty-Routinen, die auf Sanftheit und Hautgesundheit setzen.
Wer seiner Haut also langfristig etwas Gutes tun möchte, sollte beim Reinigen genauer hinschauen – und dem Syndet ruhig mal eine Chance geben!