SOS: Erste Hilfe bei Sonnenbrand
Ist die Haut erstmal rot, ist es bereits zu spät. Welche SOS-Maßnahmen bei Sonnenbrand helfen und was die Expertin rät.
von Birgit Brycz
07. Juli 2026
© Dougal Waters / Getty Images
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Rote Schultern nach dem Strandtag, ein brennendes Gesicht nach der Open Air Party: Ein Sonnenbrand macht sich oft erst am Abend richtig bemerkbar. Dann heißt es schnell handeln, denn je früher du deine Haut versorgst, desto besser kann sie sich erholen.
Hier erfährst du, was jetzt wirklich hilft, wann ein Arztbesuch nötig ist und womit du deine Haut künftig vor UV-Strahlen schützt. Denn selbst wer seinen UV-Schutz regelmäßig nachlegt, erwischt es manchmal schneller, als ihm lieb ist.
Doch was kann man tun, wenn es einen erwischt hat und sich der Sonnenbrand in Gesicht und am Körper nicht mehr verleugnen lässt?
Wir haben Erste-Hilfe Tipps, wie Du einen Sonnenbrand lindern kannst. SOS für verbrannte Sonnenhaut!
Erste Hilfe bei Sonnenbrand
Die erste und wichtigste Maßnahme bei Sonnenbrand ist es, die betroffene Haut zu kühlen. Kalte Umschläge, kühlende Gels oder feuchte Tücher können dabei helfen, die Hitze aus der Haut zu nehmen und die Schmerzen zu lindern.
Auch das Eincremen mit Aloe Vera-Gel oder einer Feuchtigkeitslotion kann die Haut beruhigen und den Heilungsprozess unterstützen.
Ist der Sonnenbrand sehr stark, können auch Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen, die Beschwerden zu lindern.
Wichtig ist außerdem, viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust der geschädigten Haut auszugleichen.
Vermeiden sollte man hingegen den Kontakt mit weiterer Sonnenstrahlung, um die Haut nicht noch weiter zu schädigen.
Um Sonnenbrand von vornherein zu verhindern, ist es wichtig, sich nicht nur mit ausreichend Sonnencreme zu versorgen (mindestens 3 Esslöffel pro Körper), auch eine Kopfbedeckung plus Sonnenbrille helfen, sich vor UV-Strahlen zu schützen.
Denn auch die Augen können einen Sonnenbrand bekommen, der sich durch gerötete Augen äußert und ziemlich schmerzhaft sein kann.
Zudem unbedingt die Mittagssonne meiden.

Experten-Tipp: SOS-Maßnahme bei Sonnenbrand
Bei starkem Sonnenbrand, wenn sich Bläschen bilden oder die Haut sich stark entzündet, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Denn dann helfen auch Erste Hilfe Tipps nicht mehr.
Frau Dr. Yael Adler, Ärztin aus Berlin, rät zudem, die Haut rechtzeitig auf die erhöhte UV-Strahlung vorzubereiten.
„Setze auf Tomatenmark, Möhrensaft mit einem Tropfen Öl, das Antioxidant Astaxanthin, Vitamin C, Omega 3 Fettsäuren, Zink und Selen schon vor dem Urlaub!"
„Auch eine selbstgemachte Maske aus Joghurt und Honig kann positiv wirken. Mische dazu 2 Esslöffel Joghurt mit 1 Esslöffel Honig, trage die Mischung auf Dein Gesicht auf und lasse sie 15 Minuten einwirken. Mit lauwarmen Wasser abspülen", so Dr. Adler.
Gerade bei Urlaubsreisen im Herbst und Winter ist die Haut besonders gefährdet, da sie starke Sonneneinstrahlung nicht mehr gewohnt ist.
Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann Sonnenbrand nicht nur vorgebeugt-, sondern im Ernstfall schnell und effektiv behandelt werden – damit dem Sommervergnügen nichts im Wege steht.
Also denkt immer daran: Hautschutz ist Sonnenschutz!
Häufige Fragen zu Sonnenbrand
Kurz und knapp: Das solltest du über Sonnenbrand, Heilungsdauer und den richtigen Umgang mit verbrannter Haut wissen.
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Kühlen hat oberste Priorität: Lege kühle, feuchte Tücher für 15 bis 20 Minuten auf die betroffenen Stellen, aber niemals Eis oder Kühlakkus direkt auf die Haut. Dusche lauwarm statt kalt, denn zu starke Kälte belastet die gereizte Haut zusätzlich. Bei starken Schmerzen können Schmerzmittel wie Ibuprofen die Beschwerden lindern
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Ein leichter Sonnenbrand klingt in der Regel nach drei bis sieben Tagen ab. Die Rötung erreicht etwa 12 bis 24 Stunden nach dem Sonnenbad ihren Höhepunkt. Bei stärkeren Verbrennungen mit Blasenbildung kann die Heilung zwei Wochen oder länger dauern, oft schält sich die Haut dabei.
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Suche ärztlichen Rat, wenn sich Blasen bilden, große Hautflächen betroffen sind oder Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Kreislaufprobleme dazukommen. Bei Sonnenbrand von Babys und Kleinkindern gilt grundsätzlich: immer ärztlich abklären lassen. In diesen Fällen reichen Erste-Hilfe-Maßnahmen allein nicht aus.
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Bewährt haben sich kühle, feuchte Umschläge, Aloe Vera und eine Maske aus Joghurt und Honig für das Gesicht. Wichtig: Quark, Butter oder fetthaltige Cremes gehören nicht auf offene oder stark verbrannte Haut, da sie die Wärme stauen und Keimen den Weg ebnen können.
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Nein, verbrannte Haut braucht eine Pause, bis Rötung und Schmerzen vollständig abgeklungen sind. Jede weitere UV-Belastung verstärkt den Schaden. Schütze die betroffenen Stellen anschließend mit Kleidung oder einem hohen Lichtschutzfaktor, denn frisch verheilte Haut ist besonders empfindlich.