Tipps gegen Pickel: So bekommst du reine Haut
Pickel tauchen oft genau dann auf, wenn du sie am wenigsten gebrauchen kannst. Erfahre, welche Ursachen dahinterstecken und was wirklich gegen unreine Haut hilft.
von Lena Gutleben
10. Juli 2026
© Ramsés Cervantes / Unsplash
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Kaum steht ein wichtiges Event oder ein Date an, macht er sich bemerkbar: der Pickel, den wirklich niemand eingeladen hat. Ob einzelne Hautunreinheiten, Pickel am Kinn oder plötzlich auftretende Akne – viele Frauen kennen das Gefühl, wenn die Haut scheinbar macht, was sie will.
Die gute Nachricht: Hinter Pickeln steckt meist mehr als nur Pech. Welche Ursachen dahinterstecken, was wirklich hilft und warum du Pickel besser nicht ausdrücken solltest, erfährst du hier.
Pickel schnell loswerden: Die wichtigsten SOS-Tipps
- Hände aus dem Gesicht halten
- Pickel nicht ausdrücken
- Entzündungen kurz kühlen
- Auf leichte, nicht komedogene Pflege setzen
- Kopfkissenbezüge regelmäßig wechseln
Wie entstehen Pickel und warum kommen sie immer wieder?
Pickel entstehen, wenn Poren durch überschüssigen Talg und abgestorbene Hautschüppchen verstopfen. In dieser Umgebung können sich Bakterien leichter vermehren und Entzündungen auslösen.
Zu den häufigsten Ursachen zählen hormonelle Schwankungen, Stress und eine erhöhte Talgproduktion. Viele Frauen bemerken Hautunreinheiten beispielsweise kurz vor ihrer Periode. Auch psychische Belastungen können das Hautbild beeinflussen, da der Körper vermehrt Hormone ausschüttet, die die Talgproduktion anregen.
Daneben können ungeeignete Pflegeprodukte, Schlafmangel oder eine unausgewogene Ernährung dazu beitragen, dass die Haut aus dem Gleichgewicht gerät.

Pickel am Kinn oder auf der Stirn: Was verraten die Stellen?
Pickel treten oft nicht zufällig auf. Während Pickel am Kinn häufig mit hormonellen Schwankungen in Verbindung gebracht werden, können Unreinheiten auf der Stirn durch Stress oder eine erhöhte Talgproduktion begünstigt werden.
Welche Zusammenhänge verschiedene Gesichtsbereiche mit möglichen Auslösern haben, erklärt das sogenannte Face Mapping. Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Artikel.

Pickel schnell loswerden: Was hilft wirklich?
Wenn ein Pickel plötzlich auftaucht, soll er natürlich möglichst schnell wieder verschwinden. Auch wenn es kein Wundermittel über Nacht gibt, können die richtigen Wirkstoffe dabei helfen, Entzündungen schneller zu beruhigen und die Haut zu klären.
Besonders bewährt haben sich folgende Inhaltsstoffe:
Salicylsäure gilt als echter Klassiker bei unreiner Haut, da sie tief in die Poren eindringen kann. Niacinamide unterstützen die Hautbarriere und helfen dabei, Rötungen zu reduzieren. Bei stärkerer Akne kann auch Benzoylperoxid sinnvoll sein.
Hausmittel gegen Pickel
Wer einen Pickel entdeckt, greift oft zuerst zu Hausmitteln. Doch nicht alles, was online empfohlen wird, tut der Haut auch tatsächlich gut.
Bewährt haben sich zum Beispiel Heilerde, die überschüssigen Talg bindet und Entzündungen lindert, sowie gekühlte Grüntee-Kompressen, die Rötungen beruhigen. Auch Kühlung generell – etwa mit einem in ein Tuch gewickelten Eiswürfel – hilft, akute Entzündungen schnell abklingen zu lassen.
Weniger empfehlenswert sind dagegen Zitronensaft, der die Hautbarriere angreift, und hochprozentiger Alkohol, der die Haut übermäßig austrocknet. Gerade Zahnpasta wird häufig als SOS-Hilfe genannt. Tatsächlich kann sie die Haut austrocknen und zusätzlich reizen. Moderne Wirkstoffe sind meist die bessere Wahl.
Darf man Pickel ausdrücken?
Die kurze Antwort lautet: meistens nein.
So verlockend es auch sein mag – beim Ausdrücken gelangen Bakterien leicht tiefer in die Haut. Die Folge können stärkere Entzündungen, Pickelmale oder sogar Narben sein.
Besonders bei tief sitzenden Pickeln unter der Haut solltest du auf das Ausdrücken verzichten. Wenn Unreinheiten regelmäßig auftreten, kann eine professionelle Ausreinigung bei einer Kosmetikerin sinnvoll sein.

Die richtige Pflege bei unreiner Haut
Wer zu Pickeln neigt, möchte die Haut oft besonders gründlich reinigen. Tatsächlich kann genau das zum Problem werden. Zu aggressive Produkte reizen die Haut und bringen sie zusätzlich aus dem Gleichgewicht.
Setze stattdessen auf eine milde Reinigung und leichte Pflegeprodukte, die zu Deinem Hauttyp passen. Produkte mit dem Hinweis „nicht komedogen“ wurden so entwickelt, dass sie die Poren möglichst nicht verstopfen.
Pickelmale und Aknenarben: Diese Tipps helfen
Viele Menschen kämpfen noch Wochen später mit roten oder dunklen Verfärbungen. Solche Pickelmale verblassen meist mit der Zeit von selbst. Unterstützend können Inhaltsstoffe wie Niacinamide oder Vitamin C eingesetzt werden. Wichtig ist außerdem ein täglicher Sonnenschutz, denn UV-Strahlung kann Verfärbungen zusätzlich verstärken.
Aknenarben entstehen dagegen durch tiefere Entzündungen. Hier können dermatologische Behandlungen wie Peelings, Microneedling oder Laseranwendungen sinnvoll sein.
Dos & Don'ts bei Pickeln:
Do
- Auf eine regelmäßige, sanfte Hautpflege achten
- Pinsel, Schwämmchen und Beauty-Tools regelmäßig reinigen
- Handtücher und Kopfkissenbezüge häufig wechseln
- Auf eine ausgewogene Ernährung achten
- Der Haut Zeit geben, sich zu regenerieren
Don't
- Pickel ausdrücken
- Mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen
- Zu viele Wirkstoffe gleichzeitig testen
- Die Haut mit aggressiven Produkten austrocknen
-
Punktuelle Pflegeprodukte mit beruhigenden Wirkstoffen wie Salicylsäure oder Zink können helfen, Entzündungen schneller abklingen zu lassen. Verzichte möglichst darauf, den Pickel auszudrücken.
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Eine Ernährung mit vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln und viel Zucker steht im Verdacht, Hautunreinheiten zu begünstigen. Entscheidend ist jedoch immer die individuelle Reaktion der Haut.
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Hormonelle Akne tritt häufig im unteren Gesichtsbereich auf und wird durch hormonelle Schwankungen beeinflusst. Viele Frauen bemerken sie besonders rund um ihren Zyklus.
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Kleine Pickel können innerhalb weniger Tage abheilen. Tiefere Entzündungen benötigen oft mehrere Wochen.